
Köln | „Das hat Stil und ist die richtige Reaktion!“
Sagt ein buchstäblich „Betroffener“, der beim Auszählungschaos der Kölner Olympia-Abstimmung am Sonntag Abend dabei war.
Denn nach der stundenlangen Verzögerung, die die Domstadt in ganz NRW bis auf die Knochen blamiert hat, wandte sich Kölns neuer Oberbürgermeister Torsten Burmester jetzt an diejenigen, die die Fehlplanung der Verwaltung um Stadtdirektorin Andrea Blome ausbaden mussten.
„Liebe Abstimmungshelferinnen und Abstimmungshelfer, ich danke Ihnen herzlich für Ihren außerordentlichen Einsatz bei der Auszählung zum Ratsbürgerentscheid zu Olympia. Gleichzeitig bedaure ich sehr, dass die hohe Belastung und die Arbeit bis weit nach Mitternacht Ihnen viel abverlangt haben“, heißt es.
Und weiter: „Sie haben unter anspruchsvollen Bedingungen Hervorragendes für die Demokratie geleistet und dafür gebührt Ihnen mein ausdrücklicher Dank und meine höchste Anerkennung.
OB mit Trost nach Olympia-Debakel der Stadt Köln
Die erfreulich hohe Abstimmungsbeteiligung ist ein starkes Zeichen für das demokratische Engagement unserer Stadt. Zugleich ist mir bewusst, dass der damit verbundene Aufwand der Auszählung insbesondere von Ihnen getragen wurde. Dafür möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen. Aufgrund der erstmaligen Durchführung eines Ratsbürgerentscheids konnte die Verwaltung nicht auf umfassende Erfahrungswerte zurückgreifen, was zu Planungsfehlern geführt hat. Zudem standen die sonst bei Wahlen genutzten Messehallen oder andere zentrale Auszählorte nicht zur Verfügung. Diese Umstände haben die Bedingungen am Abstimmungsabend zusätzlich erschwert.“

Doch nun gibt es Patte als Trost. „Ich bin mir bewusst, dass das für Ihren Einsatz ursprünglich ausgelobte Erfrischungsgeld diesen besonderen Anforderungen rückblickend nicht gerecht wird.
Daher habe ich entschieden, dieses – unabhängig von Ihrer wahrgenommenen Funktion und Ihrem Einsatz – um 25 Euro zu erhöhen und die Auszahlung zeitnah zu veranlassen.
Dies ist natürlich nur ein kleiner zusätzlicher Dank für Ihren arbeitsintensiven Einsatz an diesem Sonntag.“
Burmester zeigt Herz und Respekt und schließt: „Seien Sie versichert, dass ich mit den Mitarbeitenden des Wahlamtes die Erfahrungen sorgfältig aufarbeiten und in die Vorbereitung künftiger Wahlen und Abstimmungen einfließen lasse.
Bereits bei der kommenden Landtagswahl am 25. April 2027 wird die Stadt Köln wieder auf die bewährten Strukturen zurückgreifen können, unter anderem auf die Nutzung der Koelnmesse als Briefwahlzentrum. Auch die erprobte Anzahl an Wahlvorständen wird dann wieder eingerichtet, so dass sich der Arbeitsaufwand auf das gewohnte Maß reduzieren wird.
Trotz der herausfordernden Erfahrungen am vergangenen Sonntag würde ich mich sehr freuen, wenn wir auch künftig wieder auf Sie und Ihre Unterstützung als erfahrene Wahlhelfer*innen zählen dürfen.“