
Wesseling/Köln | Es sind Szenen, ähnlich wie im Horror-Klassiker „The Shining“. Doch das ist kein Film. . .
„Ich bin verzweifelt!“: Johanna V. ist aufgelöst, als sie sich bei koeln0221 telefonisch meldet. Sie ist die Vermieterin des psychisch kranken Mannes, der in der Kölner Südstadt als „Scheibenschmeißer“ seit über einem Jahr berüchtigt ist.
Stefan S. terrorisiert ihm unbekannte Geschäftsleute, Nachbarn und eben seine Vermieterin, indem er Schlösser verklebt, Scheiben einwirft und/oder beschmiert und drohend herumschreit.
Obwohl das alles längst dutzendfach aktenkundig ist, zig Platzverweise erteilt wurden und der als schuldunfähig eingestufte S. bereits am 13. April nach erhaltener fristloser Kündigung die Wohnung in der Südstadt hätte räumen müssen, besetzt er diese weiter.
Und nun „besuchte“ er seine (Ex-)Vermieterin, die in Wesseling wohnt, mal wieder.
Scheibenschmeißer dringt in Haus der Vermieterin ein
„Leider hat ihn die demente Nachbarin am Eingang ins Haus gelassen. Er stand dann klopfend vor meiner Wohnungstür, brüllte herum und stieß Drohungen aus. Irgendwann ging er zum Glück. Doch er hinterließ im Hausflur diesen Brief“, so Johanna V., die sich besonders on der Staatsanwaltschaft im Stich gelassen fühlt.
Denn nichts passiert: Stattdessen steht der Mann vor ihrer Tür. Mit einer kruden Botschaft.
Darin schildert S. handschriftlich Beschwerden, wirre Forderungen und krude Sachverhalte, die keinen klaren Zusammenhang erkennen lassen. Die Vermieterin „weiß nicht mehr weiter“, seufzt nur: „Wir haben sofort die Polizei gerufen, und die Polizei haben ihn auch noch unweit gestellt.
Doch es gab erneut nur einen Platzverweis und eine Anzeige. Mehr konnten sie nicht machen. Alle warten auf die forensische Einweisung durch die Staatsanwaltschaft, welche uns von der Kriminalpolizei versprochen wurde.“
Doch der Albtraum hört so nicht auf. Er geht weiter. . .