
Köln | „Manches können wir nicht verstehen. – Lebt nur fort, es wird schon gehen.“
Goethes Aphorismus trifft aktuell auf den Brücken-Zoff in Köln-Höhenhaus zu.
Denn wie koeln0221 erfuhr, gibt es nun dort entgegen aller Ankündigungen und dem Aufstellen entsprechender schwachsinniger Beschilderungen von Verwaltungsseite eine Kehrtwende.
Es soll wohl nun doch die von den Anwohnern so sehnlich geforderte Behelfsbrücke geben, um das drohende Verkehrschaos zu stoppen!
„Das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau wird das bisher beteiligte Planungsbüro ergänzend beauftragen die Planung zur Umsetzung einer Pkw-Behelfsbrücke durchzuführen“, heißt es nun in einer kursierenden Mitteilung im Veedel.
Und weiter: „Danach werden belastbare Aussagen zur technischen Umsetzung sowie zum zeitlichen Aufwand und den Kosten eines Einbaus unter laufendem Bahnbetrieb beziehungsweise unter zusätzlicher Streckensperrung vorliegen.
Höhenhaus: Hat Egerer den Mut zum „Umswitchen“?
Im Anschluss entscheidet zunächst der Mobilitätsausschuss unter Beteiligung der Bezirksvertretung Mülheim auf Grundlage einer Beschlussvorlage darüber, ob und in welcher Form die Finanzierung der PKW-Behelfsbrücke erfolgen soll.“
Was bedeutet das nun für Baudezernent Egerer?
Ein Insider analysiert für koeln0221: „Der Kampf um die für PKW einspurige Behelfsbrücke der Anwohnerinnen und Anwohner, der Bezirksvertretung Mülheim und vor allem von Bezirksbürgermeister Vincent Morawietz wurde belohnt.
Mobilitätsdezernent Ascan Egerer hat offensichtlich aufgrund des Drucks der Anwohner und aus der Politik seine halsstarrige Haltung gegen eine für PkW nutzbare Behelfsbrücke aufgegeben.“
Und weiter: „Seine verkehrspolitischen Alleingänge führten im Rat in den letzten Wochen immer wieder zur Frage, ob er als Mobilitätsdezernent für die Stadt Köln noch tragbar ist.
Er hangelt sich von einem Brückendesaster zum anderen, egal ob groß, wie bei der Mülheimer Brücke mit aberwitzigen Ideen oder im Kleinen, wie bei der Brücke am Flachsrosterweg. Verkehrspolitische Vernuft und Realität haben über Ideologie und Starrsinn gesiegt.“
Klar ist aber auch: Eine Meinung zu ändern, darf keine Schwäche sein, ihr Buam!