
Köln | „Kultur braucht Freiräume – Rettet die Südbrücke!“, heißt es von Protagonisten der Kölner Partyszene zum Wochenstart, die eine Online-Petition gestartet haben und unterstützen.
Der Grund: „Die Stadt Köln hat kurzfristig sämtliche Veranstaltungen an der Südbrücke abgesagt.“
Ein Beteiligter: „Als langjähriger Gast und Teil der Kölner Clubszene blutet mir das Herz: Die größte nicht-städtische Open-Air-Fläche unserer Stadt soll diesen Sommer komplett stillbleiben – und das nach 5 Jahren (!) Kampf der Betreiber durch den bürokratischen Dschungel. Es ist für uns als Community absolut nicht mehr nachvollziehbar.
Seit 2024 gibt es extra einen Ministerialerlass, der Open-Airs bis 5.000 Gäste unkompliziert ermöglichen soll. Andere Städte nutzen das längst, aber in Köln werden lieber wieder Steine in den Weg gelegt, statt Brücken zu bauen.“
Mehr als 1100 Unterschriften kamen in wenigen Stunden zusammen.
Partyfreunde wollen um Standort kämpfen
„Die Südbrücke ist für uns im Sommer wie ein zweites Wohnzimmer unter freiem Himmel. Wenn dieser Ort wegbricht, verliert Köln ein riesiges Stück Lebensqualität, Vielfalt und Kultur“, heißt es weiter, „Wir, die Crowd, die diese Szene seit Jahren trägt und lebendig hält, sagen ganz klar: Es reicht! Kultur ist kein störender Lärmfaktor, sondern das Herz dieser Stadt.
Bitte unterschreibt die Petition an den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden und teilt diesen Beitrag. Wir müssen laut sein, damit wir diesen Sommer wieder gemeinsam an der Südbrücke tanzen können!“

Im O-Ton der Petition wurde formuliert: „Ein dauerhafter Verlust dieses Geländes hätte weitreichende Folgen:
- Der Kölner Kulturszene ginge einer ihrer bedeutendsten Open-Air-Orte verloren.
- Künstlerinnen, Veranstalterinnen und zahlreiche Dienstleister würden wichtige Auftritts- und Arbeitsmöglichkeiten verlieren.
- Die Bürgerinnen und Bürger verlören einen offenen, zugänglichen Ort der Begegnung und des gemeinschaftlichen Erlebens.
- Jahrelanges Engagement und erhebliche Investitionen der Betreiber*innen würden entwertet.
Wir fordern die Stadt Köln auf, gemeinsam mit den Betreiber*innen schnell eine transparente, rechtssichere und dauerhafte Lösung zu schaffen, damit die Veranstaltungsfläche an der Südbrücke erhalten bleibt und dort wieder Kulturveranstaltungen stattfinden können.“
Doch es gibt auch Contra! Ein Kommentar: „Diese Petition ist lächerlich…. Wenn gewisse Betreiber des Geländes sich mal aktiv darauf vorbereiten würden da fristgerecht Termine und Umbauten einzuhalten, oder Bauabnahmen auch wahrzunehmen, wäre da garantiert schon eine dauerhafte Genehmigung zustande gekommen.“
Ob das Vorhaben dennoch erhört wird? Hier geht es zur Petition.
https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-den-veranstaltungsort-an-der-koelner-suedbruecke