
Köln | Die Dauer-Debatte um das Suchthilfe-Zentrum in der City (Pantaleonsviertel) ebbt einfach nicht ab.
Und die Bandagen werden härter.
Denn: Mit einer Persiflage wendet sich der aufstrebende CDU-Fraktionsvorsitzende der Bezirksvertretung Innenstadt Florian Weber in den sozialen Medien an die Öffentlichkeit – und stellt Sozialdezernent Dr. Harald Rau auf Instagram vor einem „schwarzen Zelt“ bloß.
Die Szene der KI-Karikatur wird in das närrische Köln verlegt. Und ein Zitat von Innenminister Herbert Reul entgegengehalten.
Pointe: Wo die Politik Szenarien um Konsum und Szene organisiert, bleiben die grundlegenden Fragen weiter offen.
Der CDU-Vorsitzende Ortsverband Innenstadt-Nord schreibt dazu: „Suchthilfe bedeutet für mich nicht nur Versorgung im Hier und Jetzt. Sie muss am Ende auch eine Perspektive aus der Abhängigkeit eröffnen.
Kölner CDU: Florian Weber mit klarem Statement
Im Mai hat der Kölner Stadtrat den Bau eines Suchthilfezentrums am Perlengraben beschlossen. In der ebenfalls zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt haben wir als CDU dagegen gestimmt.
‼️ Nicht gegen Hilfe für suchtkranke Menschen. Sondern gegen eine Vorlage, die zentrale Fragen offenlässt.

Fragen zum Betrieb, zur Trägerschaft, zur Sicherheit und zum Umfeldmanagement waren nicht ausreichend beantwortet. Laut der Sicherheitsstudie der Stadt selbst erwarten 87,9 Prozent der Anwohner im Pantaleonsviertel nach Eröffnung mehr Unsicherheit.
Die Empfehlungen derselben Studie wurden in der Beschlussvorlage jedoch nicht verbindlich umgesetzt. Ein standortspezifisches Betreiberkonzept fehlt bis heute. Auch die baurechtliche Grundlage wurde nicht extern geprüft.“
Weber weiter: „Die aktuelle Debatte zeigt aus meiner Sicht, wie grundlegend die Fragen inzwischen geworden sind. NRW-Innenminister Herbert Reul sagte zum derzeitigen Ansatz der Städte:
„Wir dürfen uns nichts vormachen – wir lösen damit das eigentliche Problem nicht, denn die Menschen bleiben abhängig.“
Genau darin liegt für mich der eigentliche Zielkonflikt:
Wie helfen wir Menschen wirksam, ohne uns daran zu gewöhnen, Sucht, Beschaffung und offene Szenen dauerhaft nur noch zu verwalten?
Darüber braucht es aus meiner Sicht eine ehrlichere und grundlegendere Debatte, als sie bislang geführt wird.“
Die Karikatur ist der nächste Step in einer Auseinandersetzung, die kein Ende zu kennen scheint. . .