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April 20, 2026
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Er war fast tot – Kölscher Uwe bringt FC-Jeföhl nach Sao Paulo!

Fotos: Uwe Schwarz

Sao Paulo/Köln | Der Geißbock tanzt Samba. . .

Dass der 1.FC Köln in der ganzen Welt Fans hat, besingen die Anhänger nicht nur in der Hymne.

Sondern sie leben es auch: Zum Beispiel mit einem neuen Fanclub in Sao Paulo.

Denn in der berüchtigten Metropole in Brasilien heißt es: Vum Veedel in den Großstadtdschungel: Der FC-Vibe erobert Brasilien.

„Wir haben das Effzeh-Jeföhl mitten in die pulsierende Wirtschaftsmetropole Südamerikas gebracht“, ist Gründer Uwe Schwarz stolz, „Was als schmerzhafte persönliche Geschichte begann, wurde zu einem Happy End über 9.000 Kilometer Distanz – ein Projekt, das heute für Sport, Völkerverständigung und gelebte Freundschaft steht.“

Ein Versprechen in dunkler Zeit

Denn: Alles begann Ende 2019 mit einem schweren Schicksalsschlag: Der Ideengeber und heutige Präsident des offiziellen Fanclubs des offiziellen Fanclub des“ 1. FC Köln Brasil“, erlitt eine schwere Infektion an den Beinen.

Mitten in der Hochphase der Pandemie fesselte ihn diese an das Krankenhausbett. Es folgte ein einsamer Kampf auf der Intensivstation – isoliert, ohne Besuchserlaubnis, umgeben von der Ungewissheit zwischen Leben und Tod.

In jenen Tagen und Nächten der Einsamkeit erinnerte er sich an die Orte und Momente, die sein Leben am stärksten geprägt hatten. An vorderster Stelle stand dabei immer Köln – die Stadt, in der er über viele Jahre arbeitete und mit der er auch nach 18,5 Jahren in Brasilien tief verbunden ist.

Inmitten der schwersten Zeit gab er sich selbst ein Versprechen: „Wenn ich hier lebend herauskomme, zahle ich meiner Herzensheimat einen Tribut aus Respekt und Liebe.“

Vom Schwur zur Gründung

Über fünf Jahre dauerte der gesundheitliche Kampf, doch er kehrte zurück ins Leben. Und wie ehrt man seine Stadt am besten im Ausland? 

„Die Entscheidung fiel auf den emotionalsten Botschafter der Domstadt: den 1. FC Köln“, schmunzelt Schwarz.

Und weiter: „Nach dem engen Austausch mit der Fanclub-Betreuung im Geißbockheim und dem Erledigen aller Formalitäten war es am 10. März 2025 so weit: 

Die offizielle Genehmigung zur Gründung des „1. FC Köln Fanclub Brasil“ flatterte ins Haus. Was mit acht Gründungsmitgliedern aus den Bereichen Unternehmensführung, Recht und Bildung begann, ist rasant gewachsen. Heute zählt die Gemeinschaft bereits rund 450 Begeisterte.

Leidenschaft mit brasilianischen Besonderheiten

Bei den Mitgliederzahlen gibt es jedoch eine Besonderheit: Wir unterscheiden zwischen den offiziell nach Köln gemeldeten Mitgliedern (deren Anzahl geringer ist) und der tatsächlich größeren aktiven Gemeinschaft vor Ort. In Brasilien ist die Sensibilität für persönliche Daten aufgrund der Sicherheitslage um ein Vielfaches höher, als wir es aus Deutschland kennen. Diskretion im privaten Umfeld wird großgeschrieben – daher trifft man sich auch unter Freunden oft eher in Restaurants als zu Hause. Unserer Austausch findet in erster Linie digital, vor allem via Social Media und WhatsApp statt.“

Club-Viewing: Eine Herausforderung der Zeitzonen

Gemeinsame Club-Viewings in São Paulo zu organisieren, sei schwieriger, als man denkt. Schwarz: „Wenn in Deutschland freitags um 20:30 Uhr der Ball rollt, ist es in Brasilien 15:30 Uhr – die meisten Mitglieder arbeiten noch. Auch der Samstagvormittag (10:30 Uhr Ortszeit) ist für die „Paulistas“, wie sich die Bewohner São Paulos nennen, ein eher ungewöhnlicher Termin für Fußball-Events.“

Zudem öffnen viele Sport-Bars mit dem passenden Flair oft erst ab 16:00 Uhr. Der Macher lacht: „Doch Brasilien wäre nicht Brasilien, wenn nicht alles machbar wäre, sobald man mit den richtigen Leuten spricht und eine Portion Geduld mitbringt.“

Ein Jahr voller Stolz

Am 14. März 2026 war es soweit, da feierte man schließlich das einjährige Bestehen im großen Stil. „Beim Spiel des Effzeh gegen den HSV in Hamburg organisierten wir ein großes Club-Viewing. Das Spiel endete 1:1 – ein Ergebnis, das der Stimmung keinen Abbruch tat. Mit einem gebuchten Sänger und Gitarristen feierte die Gemeinschaft nach dem Spiel bis in den späten Abend zu brasilianischen Klängen und internationalem Pop“, erinnert er sich, „Es war ein voller Erfolg: Für die Sicherheit sorgte ein professionelles Security-Team, und für die Gäste mit eigenem Wagen stand ein Park-Service bereit. So war ein absolut unbeschwerter Event ohne Stress garantiert.“

Und: „Besonders stolz sind wir darauf, dass bei uns – ganz nach kölscher Manier – die Gastfreundschaft an erster Stelle steht. So hießen wir auch einige HSV-Fans willkommen, um das Spiel gemeinsam zu verfolgen. Denn genau wie in unserer geliebten Domstadt gilt auch bei uns in Brasilien: Bei uns jitt et kein Ausgrenzung.“

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