
Dormagen | Es sind Zeilen der nackten Verzweiflung!
Niemand bittet gerne einfach so um Hilfe. Doch die Betreiber von „Gabriels Pinte“ an der berüchtigten Baustelle der B9 zwischen Dormagen und Worringen wissen offenbar einfach nicht mehr weiter. Ebenso wie die benachbarte Tankstellen-Betreiberin Regina Spalluto.
Der Zustand vor dem beliebten Lokal spricht für sich und wird mit einem Foto in einem emotionalen Aufruf und bitteren Vorwürfen gegen die Stadt Köln dokumentiert.
„Heute melde ich mich nochmal wegen der Baustelle bei euch“, heißt es,
„Langsam – und vielleicht hört ihr es auch ein bisschen zwischen den Zeilen – weiß ich selbst nicht mehr, wie ich euch, die mir so treu seid, diese Situation noch erklären soll oder was ich euch noch zumuten kann.
Ich hätte ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten, was die Stadt ihren eigenen Bürgern – und auch uns als Gewerbetreibenden – hier zumutet. Ich habe inzwischen wirklich das Gefühl, komplett im Stich gelassen worden zu sein.
Verantwortlichkeiten werden hin und her geschoben.

Seit heute ist nun auch der Bordstein vor unseren Häusern komplett entfernt worden. Wie lange dieser Zustand bestehen wird, kann ich euch nicht sagen. Warum das so ist, kann ich euch ebenfalls nicht sagen – weil wir von Seiten der Stadt keinerlei Informationen bekommen.
Die Bauarbeiter vor Ort versuchen zwar, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen und den Anwohnern entgegenzukommen, aber auch dort sind die Mittel natürlich begrenzt.
Für euch bedeutet das leider im Moment: Der Weg zu uns ist ein kleiner Spießrutenlauf. Wir sind weiterhin fußläufig erreichbar, aber der Weg ist aktuell alles andere als komfortabel.
Ich möchte mich deshalb schon jetzt bei euch entschuldigen für die Umstände und gleichzeitig sagen: Danke für eure Treue und eure Unterstützung. Das bedeutet mir wirklich sehr viel.
Und ja – meinen Unmut gegenüber der Stadt möchte ich hier auch deutlich machen: Diese Kommunikation, die eigentlich gar keine ist, ist schlicht nicht akzeptabel. Es findet keinerlei Information der Betroffenen statt.
Gleichzeitig möchte ich euch ganz offen sagen: Wir sind aktuell dringend auf eure Besuche angewiesen.
Bitte reserviert weiterhin bei uns und unterstützt uns in dieser schwierigen Zeit – sonst wird die Situation für uns wirklich sehr bitter. Trotzdem hoffe ich sehr, euch weiterhin bei uns begrüßen zu dürfen.“