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Pulheim: Die entsetzliche Tragik hinter dieser Einladungskarte

Köln | Es ist nicht zu glauben. . .

Die vielzitierten Einschläge kommen in der jecken Szene gerade immer näher. Nach Olivier Cremer (†57) erfuhren wir ja exklusiv am Montag Nachmittag vom Tode eines echten Unikats.

Denn unser Freund Harald Müller (†61) ist offenbar infolge eines Herzinfarkts unmittelbar nach seinem 61. Geburtstag am Sonntag verstorben. Das bestätigte koeln0221 sein tapferer Sohn Florian.

Der Ur-Franke und 1.FC Nürnberg-Fan war eine bekannte Größe im Kölner und Pulheimer Karneval. Als Ex-„Hausmeister“ des Kölner Rotlichttempels „Pascha“ mischte er als Verantwortlicher des damaligen Spendenvereins „Pascha für Menschen in Not e.V.“ als Big Spender im Fastelovend die Karnevals-Szene gehörig auf.

Denn wenn auch nicht jeder mit ihm fürs Foto posierte und Nachfragen abtat, die Kohle nahmen allzu viele Begünstigte für Nicht- bzw. Schlechtleistungen gern gewissenlos an.

Harald Müller förderte auch absurdeste „Projekte“

Harald, der vieles wusste und noch mehr für sich behielt, unterstützte im guten Glauben und Zutrauen selbst scheinheilige „Projekte“, mit denen es vor Gericht endete. Sowie talentfreie (Nachwuchs-)künstler des Karnevals, die ihn später kaum noch kannten und auf vornehm taten. 

Er war einer, der sich lange Zeit nahm, um Freundschaft zu schließen, aber dann war diese aus echtem Holz und nicht geleimt. Seinem Bruder Hermann hielt er in dessen Abwesenheit lange Zeit im Betrieb an der Hornstraße den Rücken frei, doch den Ex-Kellner von der „Keule“ aus der Altstadt und Ex-Chaffeur von Lebemann-Idol Gunter Sachs verschlug es lieber ins solide Brauhaus. 

Und so erfüllte sich der stets pragmatische Geburtshelfer unseres Talkformats Loss mer schwade den Traum – trotz Start in der Coronazeit – vom eigenen Wirtshaus am Markt in seinem Wohnort Pulheim.

Einer, der den Einsatz Haralds fürs Brauchtum, die Blasmusik und Heimatspezialitäten wie Bretzeln zu schätzen wusste, war seit jeher Dino Massi.

Der langjährige Präsident der großartigen Prinzengarde ist über die Nachricht vom Tode Haralds konsterniert – und zeigt uns traurig eine Erinnerung mit bitterem Beigeschmack: „Was ist nur los. Harald sollte doch 2027 zum 100. Jubiläum der KG Ahl Are Prinz von Pulheim werden. Er war erst letzte Woche bei mir, hat mich dazu eingeladen und mir diese Einladungskarte überreicht.“

Es war leider ein Abschiedsgeschenk!

Denn leider wird es zu dieser Ehre nun nicht mehr kommen. Grande Dino ist untröstlich, wie weitere Freunde z.B. der Grossen Braunsfelder um das aufrichtige Paar Schubi und Elke Zender, „Pullman-Charly“ und Ex-Prinz Markus Zehnpfennig.

Der „Groschen“ machte sofort eine Kerze für Harald an, weint: „Aus meiner Sicht ein unnötiger, viel zu früher Tod. Er war für jeden immer hilfsbereit ! Als es mir nicht gut ging, immer als Fels und Unterstützung und Motivator !“

Möge er in Frieden ruhen.

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