
Köln | Der Aufschrei ist groß. Und sie wollen sich nicht mit dem Schicksal abfinden. . .
„Rettet die Lutherkirche! Keine Schließung des kulturellen Herzens der Kölner Südstadt“, heißt es in einer öffentlichen Unterschriften-Petition, die der Kölner Jan Krauthäuser im Netz gestartet hat.
Das Ziel von 3000 Unterzeichnern ist schon fast erreicht.
Und das in kürzester Zeit.
Hintergrund: Am 18. Juli 2026 soll die Lutherkirche in der Kölner Südstadt entwidmet werden. Die Schließung ist zum Jahresende 2026 beschlossen.
„Damit droht unserem Veedel der Verlust eines einzigartigen Ortes für Kultur, Begegnung, gesellschaftliches Engagement und demokratische Teilhabe. (…)“; heißt es.

Und weiter: „Besonders bedroht sind auch zahlreiche kulturelle und soziale Projekte, die hier ihre Heimat gefunden haben: darunter die Weihnachtswunschaktion, bei der Nachbarn als Christkindhelfer:innen für benachteiligte Familien fungieren, das Menschensinfonieorchester, in der seit 25 Jahren Straßenmusiker, wohnungslose Menschen, Amateur- und Profimusiker gemeinsam musizieren, ebenso wie zahlreiche interkulturelle Projekte, Festivals und Community-Angebote. Viele Initiativen und Communities würden mit der Schließung ihren wichtigsten Ankerpunkt verlieren.“
Südstadt-Größen geben Lutherkirche noch nicht auf
Konkret gerichtet ist der Vorstoß an Pfarrer Markus Herzberg (Evangelische Gemeinde Köln), Dr. Bernhard Seiger (Stadtsuperintendent Köln und Region), Dr. Thorsten Latzel (Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland), Mathias Bonhoeffer (Pfarrer, Presbyteriums-Vorstand).
Zahlreiche lokale Größen wie Stunksitzung-Präsidentin Biggi Wanninger, Ex-Filos-Wirt Costa Fotiadis und Tausendsassa Richard Bargel haben sich der Initiative angeschlossen.

Krauthäuser zu koeln0221: „Die Ev. Kirche Köln will das Ding verpachten und verhandelt mit Investoren und Institutionen, die das Ding pachten und „entwickeln“ wollen. Es gibt wohl auch Optionen, das die Kultur drin bleibt. Aber sie wollen die Kirche erstmal zum Jahresende leer haben, was kein gutes Zeichen ist.
Alarmierend ist, dass zur Zeit mehrere wichtige Projekte kaputt gehen, die eigentlich wichtig für eine gesunde Entwicklung der Gesellschaft wären. Es wird u.a. viel über Vielfalt und Begegnung etc. geredet, aber wenig dafür getan.“
Vorbei die Zeiten, als mit Ex-Pfarrer und Menschenfänger Hans Mörtter ein charismatisches Gesicht und guter Geist vor Ort der Anker war.
Aber muss die Lutherkirche wirklich „sterben“. . .?
Hier geht es zur Petition: