
Köln | Je oller, je doller. . .
Dass die Kölner CDU nicht zur Ruhe insgesamt kommt, trotz fleißiger, wackerer Vertreter wie Andi Bohl oder Oliver Kehrl, ist in der Domstadt kein Geheimnis.
Denn: Nach monatelangen Querelen hat der Streit um Mitglied Mario Ebel nun die nächste Eskalationsstufe erreicht.
Streit um Mario Ebel schwelt in der Partei schon lange
„Mir wurden auch alle Mitgliederrechte entzogen! Skandal! Ich werde von der CDU diskriminierend behandelt, um die Rechte beraubt!“, poltert der Porzer „Dattel-Prinz“, gerade nahe des schönen Wörthersee residierend, in Richtung der Heimat am Rhein gegenüber koeln0221.
Was wird dem eloquenten Glatzkopf vorgeworfen?

„Herr Mario Ebel hat über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt auf der Plattform Facebook Beiträge veröffentlicht, in denen er schwerwiegende Vorwürfe gegenüber der CDU Köln sowie einzelnen Parteimitgliedern erhoben hat. Diese Vorwürfe betreffen unter anderem angeblichen Stimmenkauf, die Rekrutierung sogenannter „Fake-Mitglieder“, Manipulationen bei Vergabeverfahren, persönliche Bereicherung im Zusammenhang mit Corona-Hilfen sowie weitere schwerwiegende Pflichtverletzungen“, heißt es in der Beschlussvorlage.
Und weiter: „Die erhobenen Vorwürfe sind geeignet, das Ansehen der CDU Köln sowie ihrer Mitglieder in der Öffentlichkeit erheblich zu beeinträchtigen. Eine substantiierte Darlegung oder belastbare Belege für diese Vorwürfe sind nicht ersichtlich. Die wiederholte öffentliche Verbreitung derartiger Inhalte stellt daher einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Grundsätze und Ordnung der Partei dar.“

Ebel – der Name ist für seine Gegner in Köln mit durchtriebenem Zwielicht und unseriöser Maggelei behaftet, andere wiederum verbinden damit pragmatisches Unternehmertum, einen kritischen Wachturm mit feinstgesponnenem Netzwerk bis ins ferne Arabien.
Doch weiter wird ihm vom Kreisvorstand Zinkerei vorgeworfen, „parteiinterne und vertrauliche Unterlagen, darunter Protokolle, Vertragsdokumente sowie Informationen aus internen Parteiverfahren, öffentlich zugänglich gemacht zu haben (…)
Zur Abwendung weiterer Nachteile für die Partei sowie zur Sicherung der Funktionsfähigkeit der innerparteilichen Willensbildung ist es darüber hinaus erforderlich, Herrn Mario Ebel bis zur rechtskräftigen Entscheidung über den Parteiausschluss nach § 11 Abs. 6 der Satzung der CDU Köln die Ausübung seiner Mitgliedsrechte zu entziehen.“
Ob sich Ebel dies gefallen lassen wird? Kaum vorstellbar. . .