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Ex-FC-Profi: „Kodak der Knipser“ beweint Lage in Heimat Iran

Köln/Teheran | Sie nannten ihn „Kodak der Knipser“!

In den 90er-Jahren war er eine buchstäblich kleine Attraktion der Bundesliga.

Mit den Vorschusslorbeeren „Asiens Fußballer des Jahres 1996“ kam der iranische Nationalspieler Khodadad Azizi (heute 54) einst überraschend zum 1.FC Köln.

Doch auch Kodak der Knipser konnte den bitteren ersten Abstieg der Vereinsgeschichte 1998 nicht verhindern, ging an der Seite von Toni Polster und Co. jämmerlich unter.

Er blieb nach dem Gang ins Unterhaus, stand auch im Kader von Ewald Lienens Aufstiegself, kam am Geißbockheim auf 10 Treffer in 50 Partien und trat erst Anfang 2000 die nächsten Wanderjahre in Übersee an.

Ex-FC-Stürmer Khodadad Azizi postet Iran-Gedicht

Und was macht er eigentlich heute?

Der Ex-Nationalspieler gab in seiner Heimat ein Buch heraus und fungiert aktuellen Informationen zufolge als Teammanager bei Traktor Sazi Tabriz.

Der Klub wurde 1970 gegründet, als Mannschaft des lokalen Traktorenwerks. Täbris ist die größte Stadt im iranischen Aserbaidschan, die Werkself hat eine sehr große, ethnisch türkische Fangemeinde.

Doch neben des Sports lassen Azizi offenbar die kriegerischen Geschehnisse aktuell in seiner Heimat nicht kalt.

Symbolfoto

Mit einem emotionalen Posting in seiner Instagram-Story wandte sich der einstige quirlige 1,68 Meter-Stürmer an die virtuelle Community und beklagte den Kriegszustand im Iran, indem er ein Gedicht deklamierte.

„Oh meine Heimat! Oh meine Mutter Iran! Die Mutter meiner Vorfahren und meiner Kinder… Mein Zuhause, Jedes Korn deines Bodens ist
meine Ehre. Wehe für dich, dass ich dich ruiniert sehe; ich sehe dich leer
von Löwen“
, heißt es übersetzt.

Dazu hatte der WM-Fahrer von 1998 ein Foto im Nationaltrikot, in Flagge gehüllt, mit iranischen Fans im Block abklatschend illustriert.

Vorwürfe? Positionierung? Sonstige Kommentare in irgendeine Richtung der Kriegsmächte oder das Regime? Nein. Azizi bekundet allein seine Trauer über die Situation, die gerade in seiner Heimat herrscht.

Fakt: Nach Parviz Koozehkanani (verstarb 2025), der Ende der 50-er Jahre ein paar Monate in Köln kickte, ist Azizi bis heute laut Statistik der einzige Perser, der je für Köln spielte.




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