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März 17, 2024
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Kölner sammelt 7000 Euro – für ein Menschenleben

Hans Mörtter sammelt Spenden, um Berihuwa vor dem sicheren Tod zu retten. Fotos: Michael Zellmer, ZvG

Köln | Solidarität und Menschlichkeit kennt keine Grenzen.

Zumindest bei Hans Mörtter (69) nicht. Der bekannte Kölner Geistliche und Flüchtlingshelfer wendet sich mit einem dramatischen Aufruf an die Öffentlichkeit.

Es geht darum, ein Menschenleben zu retten.

Ex-Pfarrer Hans Mörtter kämpft um Entführungsopfer Berihuwa aus Eritrea

„Das ist der 22-jährige Berihuwa aus Eritrea, in Lybien entführt. Ein junger Mensch voller Potential. Mit dem Foto der Entführer von ihm, gefesselt mit Schlagspuren, soll sein Bruder Goitom in Stress versetzt werden, was ihnen gelungen ist“, schreibt der frühere Pfarrer der Lutherkirche und postet zwei Fotos dazu.

Das eine zeigt den Betroffenen gesund, das zweite im offenkundigen Zustand der Folter.

Mörtter, der sich zur nächsten Kölner OB-Wahl aufstellen lassen würde, will handeln und nicht nur reden: „Ich habe Goitom zugesagt, dass er Mitte nächster Woche die fehlenden 7.000,- Euro zum Freikauf von mir bekommen wird und sammele jetzt, setze auf große Solidarität.“

Denn das Schicksal des jungen Mannes sei ansonsten besiegelt und in seiner Grausamkeit kaum vorstellbar.

Blutiger Tigray-Konflikt gilt als „vergessener Krieg“

„Alternative: Berihuwa’s Körper wird inklusive der Netzhaut ausgeschlachtet und an Privatkliniken verkauft“, so Mörtter, „Zum Schweigen Europas kann ich nur k….. und ich werde weiter Öffentlichkeit suchen und dagegen ankämpfen.“

Was Mörtter meint, ist der Hintergrund dieses Elends.

Der sogenannte Tigray-Konflikt in Nordafrika, der angesichts der russischen Invasion der Ukraine quasi ins Abseits der Weltöffentlichkeit geriet – und den die taz so beschreibt: „Der Krieg in der nordäthiopischen Region Tigray war einer der blutigsten Konflikte der jüngeren Geschichte. Zwei Jahre lang kämpfte die Armee von Äthiopiens Regierung unter Ministerpräsident Abiy Ahmed gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), die Machthaber in der gleichnamigen Region. Es ging um einen Machtkonflikt zwischen Zentralismus und Föderalismus.(…)

In dem fast zweijährigen Krieg starben schätzungsweise bis zu 600.000 Menschen. Im November 2022 unterzeichneten die Konfliktparteien im südafrikanischen Pretoria einen Friedensvertrag.

Doch bis heute sind weite Teile der Region, darunter Westtigray, ein Gebiet so groß wie Schleswig-Holstein, von amharischen Milizen besetzt. Mehr als eine Million Menschen können nach UN-Angaben nicht in ihre Heimat zurückkehren. Untergebracht in provisorischen Flüchtlingslagern, ehemaligen Schulen, Kasernen und Fabriken überall in Tigray leben sie bis heute in einer Art Schwebezustand.“

Schlimmer noch das Schicksal von Berihuwa, um den Mörtter, der in der Corona-Zeit auch abertausende Euro für alleinerziehende Mütter und allgemein Bedürftige per Privatfonds eigeninitiativ sammelte, nun kämpft.

So können Sie ihn unterstützen und mit einer Spende helfen, um den jungen Mann zu retten:

Konto: Hans sucht das Glück e.V. – 

IBAN: DE89 3705 0198 1900 6684 17 – Stichwort: Entführung

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