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Kölner Karneval: Jecken trauern um „Ne Tüttenüggel“ (†94)

Köln | Schade! Und das so kurz vor seinem 95. Geburtstag.

Große Trauer und Anteilnahme unter den kölschen Jecken.

Im Kölner Karneval war er als „Ne Tüttenüggel“ viele Jahre auf den Bühnen im Fasteleer eine Größe. Das lustige kölsche Wort setzt sich zusammen aus Tüte und Nüggel (vom Nuckeln beziehungsweise Schnuller).

Und beschreibt auf liebevolle Weise jemanden Gutmütigen, aber tölpelhaften Menschen, der nichts richtig auf die Reihe kriegt.

So brachte die Norbert Arz also die Jecken zum Lachen. Er stammte aus Rösrath, war eine Zeitlang auch Größe in der Bütt. Vormalig in den 70er, 80er, und 90er Jahren unterwegs im Bergischen Land und auf den Kölner Bühnen.

Fastelovend-Original stirbt kurz vor 95. Geburtstag

Ein beliebter wie bekannter Name, auch wenn er nicht an den ganz großen Stellenwert in seiner Zeit hatte.

Nun indes ist er verstummt. „Wir trauern um unser Ehrenmitglied Norbert Arz, der am 10, Juli im Alter 94 Jahren verstorben ist. Norbert war 61 Jahre Mitglied im KKK und trat als Redner in verschiedenen Typen auf. Die größten Erfolge feiert er auf allen großen Bühnen des Rheinlandes als „Ne Tüttenüggel“. Mach et jood Norbert“, heißt es traurig vom ruhmreichen Klub Kölner Karnevalisten.

Ein weiterer bekannter Redner vergangener Tage ist also von uns gegangen.

Die Reaktionen auf die Todesnachricht in den sozialen Netzwerken blieben nicht aus. Die Rednerin Gabi Elabor und Die Muuzelmändelcher z.B. kondolierten prompt in den sozialen Netzwerken: „Herliches Beileid unseren Kollegen zu diesem Verlust. Der Familie wünschen wir viel Kraft und entbieten unser Mitgefühl.“

Auf seiner Todesanzeige steht ein Spruch von ihm selbst zum Abschied:

Wenn einst in froher Runde

mein Name wird genannt,

wär es mir eine Ehre,

„Den hab ich gut gekannt“.

Ruhe in Frieden, Tüttenüggel!

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