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Juli 31, 2026
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Schlimme Zustände: Kriegt Köln die Verwahrlosung in den Griff?

Köln | „Die Stadt Köln hat auf Initiative von Oberbürgermeister Torsten Burmester vom 20. bis 26. Juli 2026 ihre zweite Aktionswoche in diesem Jahr unter dem Motto „Sicherheit und Sauberkeit in den Veedeln“ durchgeführt“, hieß es in einer Mitteilung am Dienstag.

„Anlass waren der Beginn der Sommerferien sowie das anhaltend sonnige Wetter, bei dem die Menschen in Köln ihre Freizeit vermehrt draußen in den Parks und auf öffentlichen Plätzen verbringen.

Aufenthalt im öffentlichen Raum sorgt nicht immer nur für Spaß, Spiel und Erholung, sondern bedeutet häufig auch Müll, Verschmutzung oder Vandalismus“, lautete es weiter.

Ungeachtet der Aktionswoche erreichen unsere Redaktion vermehrt aktuelle Bilder, die eine zunehmende Verwahrlosung innerhalb der City dokumentieren.

Ehrenstraße: Fotobeweis dokumentiert das Elend

Nachdem bereits Anwalt Ralf Höcker im Juni entsprechende Fäkal-Vorfälle am Friesenplatz öffentlich gemacht hatte, wandte sich ein erschütterter Anwohner nun an uns, sein aktuelles Bild, am helllichten Tag zeigt „um 10.48 Uhr mitten auf der Ehrenstraße in aller Seelenruhe“ eine Obdachlose, die ihr Geschäft auf dem Bürgersteig erledigt.

„Das hätte ich mir vor 15 Jahren alles nicht vorstellen können“, so der Anwohner.

OB Burmester

Schwerpunktkontrollen des Ordnungsamts

Wie sollen die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes diese Zustände nur in den Griff bekommen?

In der besagten Aussendung stand: „Das Ordnungsamt führte in der Aktionswoche verstärkt Schwerpunktkontrollen im Freien durch.

Ziel war es, auf Fehlverhalten aufmerksam zu machen, ordnungswidrige Störungen zu beheben und für mehr Aufenthaltsqualität auf öffentlichen Flächen wie Spielplätzen oder Grünflächen zu sorgen, aber auch, die Kölner*innen für ihre Eigenverantwortung zu sensibilisieren.“

Die Bilanz: „Insgesamt 578 Spielplätze kontrollierte das Ordnungsamt und machte dabei 248 Feststellungen. Unter anderem wurde in 77 Fällen die AWB wegen Müll oder illegaler Lager mit der Entsorgung beauftragt, 20-mal wurden Personen beim Rauchen, zweimal mit Cannabis und 22-mal mit Alkohol auf dem Spielplatz angetroffen.“

Oberbürgermeister Torsten Burmester habe sich in der Aktionswoche bei mehreren Terminen selbst ein Bild von den Maßnahmen und Aktionen gemacht.

„Viele Akteure arbeiten Hand in Hand für mehr Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit in den Kölner Veedeln.

Die Aktionswoche hat aber auch gezeigt, dass noch nicht jede und jeder verinnerlicht hat, dass wir alle mitverantwortlich sind für die Sauberkeit in unserer Stadt und damit auch dafür, wie Köln aussieht. Wir müssen alle zusammen dazu beitragen, dass wir uns in unserer Stadt wohlfühlen können“, kommentierte er.


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