
Köln | Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)
Es sollte ein Arbeitstag wie immer sein. Pünktlich sperrte Mark Debler am Sonntag Morgen (8. März) das Büro am Karolingerring in der Südstadt auf. Und suchte nach einer Kippe. Doch da schoss plötzlich das Adrenalin schon durch den Körper. . .
„Mein Rucksack war weg! Das kann doch nicht sein“, so der Kölner, der mit dem Bike in der RB zur Arbeit und am Südbahnhof wie gewohnt ausgestiegen war. Und in der Bahn Richtung Deutz tragischerweise seinen Rucksack liegengelassen hatte.
„Mein Bargeld für die Kasse, alle Ausweise waren ja da drin. Eine absolute Katastrophe!“, so der schusselige FC-Fan.
Was tun? Panisch hetzte er zum Hauptbahnhof ins dortige Fundbüro. Doch die Mitarbeiter und auch die Bundespolizisten konnten nur mit den Schultern zucken, es war nichts abgegeben worden.
Kölner jubelt über KVB-Fundbüro: Sonntag gerettet
Doch aufgeben ist seine Sache nicht. Mit Blick auf den Fahrplan versuchte Mark die Bahn abzupassen. Stand hektisch auf dem Gleis 5 und fieberte den Durchsagen entgegen.
Da klingelte plötzlich sein Handy mit fremder Nummer. „Da war die Bundespolizei tatsächlich dran. Ein Mann hatte meinen Rucksack aus der Bahn gefischt und tatsächlich abgegeben. Ich lief zurück ins Fundbüro und alles war noch drin. Kohle, Ausweise, alles! Mir schossen die Tränen nur so in die Augen. Das ist ja wie Weihnachten und Ostern zusammen!“
Debler würde sich natürlich gerne beim ehrlichen Finder bedanken, aber dies ist ihm aus Datenschutzgründen nicht möglich und bleibt verwehrt.
„Die Beamten sind korrekt, sie dürfen den Namen mir gegenüber leider nicht herausgeben. Der Mann wollte auch anonym bleiben. Aber vielleicht erfährt der Bua ja auf diesem Wege von meinem Glück, das er mir beschert hat, tausend Dank!“, so die bärtige Frohnatur, deren Sonntag nun gerettet ist. . .