
Köln | Was für eine Aufregung in der Altstadt!
Nichts als Blaulicht rund ums Rheinufer! Viele Schaulustige sammelten sich gegen 19. 30 Uhr am Samstagabend entlang der Promenade in der Kölner Altstadt und die Gerüchteküche brodelte, was sich auf dem Wasser wohl zugetragen hatte.
An der Hohenzollernbrücke gibt es laut Augenzeugenberichten nämlich (Samstag, 7. März) einen nicht geplanten, heftigen Polizei- und Feuerwehreinsatz.

„So etwas habe ich hier noch nie gesehen. So viele Einsatzkräfte, es sind auch Feuerwehrboote unterwegs. Es heißt hier, einer Person sei in den Rhein gefallen“, sagte ein Augenzeuge am Ufer zu koeln0221 und sendete ein Video, das die Vorgänge belegt.
Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.
Auch ein Hubschrauber schwebte über dem Rhein, um offenbar eine Person im Wasser zu suchen, nachdem sich eine weitere ans Ufer gerettet hatte. Ein Fahrzeug sei zuvor vom Konrad-Adenauer-Ufer aus in Höhe der Servasgasse am Musical Dome in den Strom gerauscht, hieß es zunächst.
„Ein atypischer Einsatz. Das Fahrzeug ist wohl nur gerollt, aber hat die Befestigung am Ufer dennoch durchbrochen“, so ein Polizei-Sprecher auf Nachfrage von koeln0221 am späten Abend dann, „Beide Insassen konnten das Fahrzeug verlassen, eine Person hat es ans Ufer geschafft, die andere wurde von der Feuerwehr letztlich aus dem Rhein gerettet. Die Identifizierungsmaßnahmen laufen noch. Man weiß nicht, ob es ein technischer Defekt oder menschliches Versagen war. Die Person, die gerettet wurde, ist einem kritischen Zustand auf der Intensivstation und noch nicht ansprechbar.“
Die Auswertungen werden bis in die nächste Woche dauern, dann kann man laut des Sprechers der Polizei genauere Angaben zum Hintergrund des kuriosen Unfalls machen.
In einer offiziellen Mitteilung hieß es noch am sehr späten Samstagabend: „Ein bislang noch nicht identifizierter Autofahrer ist am Samstagabend (7. März) mit seinem BMW in den Rhein gefahren.
Einsatzkräfte konnten den Mann und seine 21-jährige Beifahrerin aus dem Wasser retten. Der Fahrer wurde unter Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht. Seine Begleiterin erlitt einen Schock und wird ebenfalls medizinisch versorgt. Ein Verkehrsunfallaufnahmeteam sichert derzeit die Spuren vor Ort.
Nach bisherigen Erkenntnissen war der BMW-Fahrer gegen 19.30 Uhr im Bereich der Trankgassenwerft unterwegs. Laut Zeugen soll der Wagen anschließend mit Schrittgeschwindigkeit ein Schutzgitter durchbrochen haben und in den Rhein gerollt sein.

Beide Insassen konnten sich noch selbst aus dem sinkenden Fahrzeug befreien. Die 21-jährige Beifahrerin wurde kurz darauf von Passanten aus dem Wasser gezogen. Im Rahmen sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen entdeckten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr den Fahrer wenig später stromabwärts im Rhein Höhe Zoobrücke.
Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern derzeit an.“