
Köln | Wieviel Markt verträgt das Veedel?
Neuer Wirbel rund um den Kölner Chlodwigplatz!
Die Vorfreude war groß, die ersten Plakate waren schon fertig aufgehangen. Dann das Aus. Und das gleich für zwei Termine für Feierabendmärkte.
„Die Südstadt verdient Unterstützung – keine Vollbremsung. Mit großer Enttäuschung nehmen wir die Ablehnung unseres XXL-Feierabendmarktes durch die Bezirksvertretung Innenstadt zur Kenntnis“, heißt es von der ABC Südstadt (Aktionsgemeinschaft rund um Bonner Straße/Chlodwigplatz e.V.) in den sozialen Netzwerken.
Und weiter: „Das Abstimmungsergebnis spricht für sich: CDU und AfD stimmten dafür, die SPD enthielt sich – abgelehnt wurde die Veranstaltung durch die Stimmenmehrheit von Grünen, Linken und Volt.“
Auch die IG Severinsviertel kann infolge der Abstimmung ihren für den vom 22.-23. August geplanten „XXL-Feierabendmarkt“ nicht ausrichten.
Zuviel Kommerz? Zuviel Lärm?
Die Gegner der Events sehen darin eine Überforderung der Südstadt, wenn zu viele solcher Formate stattfinden.
Mit einem eigenen Statement reagieren dagegen Befürworter in Person von Andreas Bohl und Florian Weber.
Bezirksvertretung „killt“ mit Votum Events im Veedel
„Diese Märkte beleben unsere Plätze und bieten eine willkommene Abwechslung zum Alltagsangebot in der Innenstadt“, sagt das Duo der CDU zu koeln0221, „Vielfach werden diese Abendmärkte von ehrenamtlich organisierten Vereinen organisiert. Ein zusätzlicher Beitrag zum guten Miteinander in unserer Innenstadt.“

Andreas Bohl stellt klar: „Solche Event-Formate sind Teil des urbanen Lebens und haben einen besonderen Charme, der gerade eine Innenstadt, vor allem die Südstadt, lebenswert macht.
Sie sind Orte der Begegnung und stärken das Miteinander. Insbesondere am Chlodwigplatz haben solche Veranstaltungen bislang eine ausgesprochen positive Wahrnehmung.
Wir trauen den Veranstaltern auch weiterhin eine verantwortungsbewusste Durchführung solcher Formate zu. Zwei Sonder-Formate im Jahr sind aus unserer Sicht völlig im Rahmen und überfordern die Nutzung des Platzes nicht.
Auch mit den Sonderformaten hätten wir die Veranstaltungsgrenze für 2026 noch nicht erreicht.“