
Köln | Er muss niemandem mehr etwas beweisen, stand im Ring stets seinen Mann.
Durch alle Höhen und Tiefen.
Nun, zum Abschied einer grandiosen Karriere, will Felix Sturm (47) es noch einmal wissen.
Am 11. Juli in der Porsche Arena gegen den Ingolstädter Granit Stein! „Der letzte Tanz“ ist das Motto.
Der fünfmalige Legenden-Weltmeister zu koeln0221: „Es gab viele, die im Internet und über Tageszeitungen mich herausgefordert haben. Aber wo es da drum ging, haben alle abgesagt oder haben Forderungen gestellt, die absolut nicht realisierbar sind.
Fakt: Nach Felix Sturm war das deutsche Boxen „tot“
Stein wollte den Kampf sofort, ein starker Mann, das war auch genau das, was ich wollte. Ich wollte einen Mann, der wirklich kämpft bis zum bitteren Ende, wo ich bei mir abrufen kann.“
Man kann ihn sehen wie man will, doch Sturm war immer gerade, ließ Freunde im Gegensatz zu manchen Heuchel-Fußballern nie im Stich.
Er stellte sich als Bua einem Goliath wie Oscar de la Hoya in Las Vegas. Der ebenso Trainingsweltmeister musste den Vergleich mit Giganten seiner Zunft nie scheuen und vergaß dabei seine bosnischen Wurzeln nie.

Seine Fights waren Erlebnisse der deutschen Society. Top-organisiert von einem Profi-Team um Roland Bebak und den seligen Manni Meier.
Er war sportlich eine Ausnahmeerscheinung, die eine Lücke hinterließ, die seit seinen großen Kämpfen im deutschen TV klafft. Denn nach Sturm – kam einfach nichts mehr.
Felix Sturm will es in Porsche-Arema wissen
Der Leverkusener, der in der Südstadt mit seinem „Sturm Gym“ ein Aushängeschild des Sports in Deutschland darstellt, schaut ohne einen peinlichen Grimm zurück, macht keinen billigen polnischen Abgang – und schätzt besonders die Atmosphäre jenes Ortes, wo er große Erfolge feierte!
„Das ist noch mal für mich ein Riesen-Highlight, weil ich in der Porsche Arena tolle Kämpfe hatte. Wie gegen Barker damals. Ich will einfach den Fans Danke schön für den jahrzehntelangen Support sagen und deswegen hab ich mir gesagt, wenn, dann noch mal ein richtiger Kracherkampf.“
Seine Emotion: „Ich freu mich auf einen riesigen Kampf und das ist noch mal für mich auch persönlich die große Herausforderung zum Abschied!“
koeln0221 durfte Felix Sturm auf seinem Weg eine Weile begleiten. Ein großer menschlicher Athlet, dem wir nur alles Gute und einen perfekten Abschied wünschen.