
Köln | Bittere. Nachricht vom Geißbockheim.
Eine weitere Klublegende ist verstorben, wie der FC am Dienstag Morgen mit einer ausführlichen Botschaft mitteilt.
Er wurde 88 Jahre alt, gehörte zu den Beteiligten der ersten großen Kluberfolge in den 60er Jahren.
„Der 1. FC Köln trauert um seinen ehemaligen Spieler Karl-Heinz Ripkens, der am 8. Mai 2026 im Alter von 88 Jahren in Köln verstorben ist. Mehr als sechs Jahre lang trug der einstige Offensivspezialist das Trikot des 1. FC Köln, wurde mit dem FC unter anderem zweimal Deutscher und viermal Westdeutscher Meister“, heißt es.
Karl-Heinz Ripkens wurde mit Overath und Co. Meister
Und weiter: „Seine Jugend verbrachte Karl-Heinz Ripkens in Köln-Vogelsang, wo er beim dortigen SSV auch mit dem Fußball begann. Vom ersten bis zum letzten Tag seiner aktiven Laufbahn spielte der gelernte Metallschlosser in der Offensive, zumeist auf der rechten Seite als so genannter Halbstürmer. Mit Erfolg: schon im Jugendbereich wurde er in die Auswahlteams der Stadt Köln, des Mittelrheins und Westdeutschlands berufen.
Der Sprung von Vogelsang zum FC gelang ihm auf eher ungewöhnliche Weise. „Ich war zufällig mit FC-Spieler Hennes Pfeiffer, meinem Teamkollegen in der Stadt- und Mittelrheinauswahl, zum Essen im Geißbockheim. Plötzlich kam Trainer Hennes Weisweiler rein und Pfeiffer sagte zu ihm, dass er mich doch mal testen solle. Und tatsächlich durfte ich ein paar Tage später zum Probetraining kommen.
Es war unfassbar, mit Spielern wie Georg Stollenwerk, Hans Schäfer oder Jupp Röhrig, der immer mein Vorbild gewesen war, trainieren zu dürfen. Anschließend sagte Weisweiler nur ‚du darfst wiederkommen‘. Damit ging ein Traum in Erfüllung, denn jeder junge Fußballer wollte damals beim FC spielen“, erinnerte sich Karl-Heinz Ripkens in einem Interview. Dabei holte ihn Hennes Weisweiler nicht nur ans Geißbockheim – er verpasste dem Neuzugang ob dessen hellblonder Haarpracht auch den fortan lebenslangen Spitznamen „de Gries“ („der Graue“).
Sein Highlight: „1962 war er Teil der Mannschaft, die erstmals eine Deutsche Meisterschaft nach Köln holte. Für Karl-Heinz Ripkens der größte Moment als Sportler, auch wenn er beim 4:0-Endspiel-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg nicht auf dem Platz stand. „