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April 29, 2026
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Köln-Höhenhaus: Wende im Brücken-Zoff!

Köln | Das war ein echter Showdown!

Koeln0221 hatte mehrmals von den Anwohnerprotesten in Köln-Höhenhaus gegen den geplanten Rückbau der Straßenbrücke Am Flachsrosterweg berichtet.

Nun ging die Sache in die entscheidende Phase. Und die Gegner der Pläne der Verwaltung ließen nicht locker.

Für den Montag Abend hatten sie nach der gestarteten Online-Partition und Demonstration die nächste Aktion angekündigt, um ein Zeichen zu setzen.

„Liebe Nachbarn,

morgen um 17:00 Uhr entscheidet die Bezirksvertretung im VHS-Saal am Wiener Platz 2a über unsere Brücke (TOP 9.1.1). Die Sitzung ist ÖFFENTLICH‼️ Es ist davon auszugehen, dass  der Leiter des Mobilitätsdezernats, Ascan Egerer, auch dort sein wird“, hieß es in einer Ankündigung im Veedel vom Sonntag, die von Alexander Dick und Mario Görög stammt und untereinander verschickt wurde.

Anwohnerprotest findet bei Bezirksvertretung Gehör

Und weiter: „Wir werden da sein und unsere Petition mit über 1.700 Unterschriften übergeben. Aber: Das allein reicht nicht.

Komm mit und unterstütze uns, zeig Präsenz! Je mehr wir sind, desto mehr können wir deutlich machen, dass für uns die geplante Lösung des Mobilitätsdezernats NICHT akzeptabel ist!“

Das vom besagten Ascan Egerer geführte Mobilitätsdezernat wollte eine der beiden Zufahrten zu dem Viertel für Pkws schließen.

Die Ankündigung kam für die Nachbarn aus heiterem Himmel und sorgte für Unverständnis, denn sie fürchten dann ein heilloses Verkehrschaos mit unabsehbaren Folgen. 

Und nun. . .

Die Wende! Die einspurige Kompromiss-Lösung mit Ampel, die sich die Anwohner so gewünscht hatten, wurde einstimmig beschlossen. Linke und Volt enthielten sich. die Protestler waren wie angekündigt vor Ort und übergaben die Petition mit mehr als 1700 Unterschriften.

Mit Erfolg! Egerers ursprünglicher Plan wäre so vom Tisch.

In einer Mitteilung ließen die Initiatoren der Petitionen am Abend verlauten: „Der Sitzungssaal war rappelvoll. Knapp 100 Zuschauer waren am heutigen Montagabend zur Bezirksvertretungssitzung Mülheim gekommen, zumeist um Tagesordnungspunkt 9.1.1 zum Rückbau der Straßenbrücke „Am Flachsrosterweg“ interessiert zu verfolgen.

Ascan Egerer (Dezernatsleiter Mobilität), Sonja Rode (Amtsleitung Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau) und ein weiterer Vertreter der Stadt erläuterten die anstehende Notwendigkeit zum Abriss der Brücke „Am Flachsrosterweg“ und verteidigten ihre im vergangenen Herbst getroSene Entscheidung für eine reine Fußgänger- und Radfahrerbehelfsbrücke für zumindest die kommenden 6 Jahre.

Die Vertreter der Fraktionen stellten äußerst kritische Fragen und zeigten ihr Unverständnis darüber, erst zu einem sehr späten Zeitpunkt in die Pläne eingeweiht worden zu sein. Einstimmig mit Enthaltung von DIE LINKE und Volt wurde die Dringlichkeitsentscheidung vom 21.03.2026 beschlossen, die eine Befehlsbrücke mit einspuriger Autofahrbahn (durch Ampelschaltung beidseitig befahrbar) fordert.

Im Anschluss an diesen Tagesordnungspunkt verließ der Großteil der Zuschauer den Sitzungsaal und tauschte sich vor der Tür aus. Dort konnten die Vertreter der Anwohnerinitiative Alexander Dick und Mario Görög Dezernatsleiter Ascan Egerer die mit über 1800 Unterschriften starke Petition der betroSenen Bürger überreichen. Dies war neben dem eindeutigen Votum der Vertreter der Bezirksvertretung ein starkes Zeichen der Bevölkerung.

In einem kurzen Austausch konnten Alexander Dick und Mario Görög dem sichtlich erstaunten Dezernatsleiter unter anderem erläutern, dass die von der Stadt zukünftig geplante einzige Ein- und Ausfahrt der Siedlung an der Berliner Str. ebenfalls über eine Brücke führt. Ob diese wohl noch sechs Jahre hält oder auch schon marode ist?

Dass darüber bislang nicht intensiv nachgedacht wurde, hat sich heute deutlich gezeigt: Kommt der Verkehr dort aus irgendeinem Grund zum Stillstand, ist die gesamte Siedlung vollständig abgeschnitten.“

Wie wenig Proteste woanders ausrichten und gehört werden, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Köln-Worringen. Dort fühlen sich die Unternehmer entlang der B9-Baustelle bis heute von der Politik im Stich gelassen, da sie von der dortigen Vollsperrung ebenso überrascht wurden.

„Bis zu 74 Prozent Einbußen“ beklagte etwa die tapfere Tankstellen-Pächterin Regina Spalluto, die um ihre wirtschaftliche Existenz jeden Tag kämpfen muss, für den Winter.

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