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April 25, 2026
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Klartext im Talk: „Der alte Neven würde sich im Grabe umdrehen“

Dormagen | Wieder in Dormagen. Wieder in der „Streetlife Musicbar“ von Inhaber Daniele Fiori.

Unser Talkformat Loss mer schwade machte wieder im Kölner Norden Station und hatte illustre Gäste – wie gewohnt – bei Moderator Robert Greven am Start!

Lokalmatador Tom Z. , der einst im Lokal seinen ersten Bühnenauftritt überhaupt hatte, sprach über seine Erfahrungen bei der KIKA-Show „Dein Song“ und gab sogar eine Kostprobe seines Könnens als Sänger und Songwriter.

Der kreative junge Mann ordnet der Musik alles unter, will hoch hinaus und wird von seiner Familie tatkräftig unterstützt.

Unternehmerin Regina Spalluto erzählte, was ihr als Pächterin einer Tankstelle an der B9-Baustelle seit mehr als einem Jahr widerfährt. „74 Prozent Einbußen“ im Winter muss die Macherin die Folgen der Entscheidung der Vollsperrung der Strecke wegstecken, die so im Vorhinein nicht kommuniziert worden war.

Nachwuchssänger Tom Z. hat für die Zukunft hohe Ziele

Die taffe Frau weiß um die Solidarität ihrer Kunden und Menschen im Ort, aber fühlt sich von der Politik im Stich gelassen. Jemanden von der Stadt Köln aufrichtig erreichen können, sei quasi unmöglich. „Sie hatten drei Jahre Zeit, um zu sparen“, war ein Spruch, den sie zu hören bekam, schilderte sie.

Doch aufgeben ist Spallutos Sache nicht. Sie ist Unternehmerin aus Leidenschaft und will den Traum von der Selbständigkeit weiter leben, auch wenn die Baustelle einfach (viel zu lange) dauert.

Michael Schwan, bekanntes Gesicht im Kölner Karneval und Medien-Experte sprach erfrischend offene Worte, als er auf die Lage der Journalisten in Köln angesprochen wurde.

„Der alte NevenDumont würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde, was aus seinem Laden geworden ist. Da wird mit KI gearbeitet, Der Express besteht eigentlich nur noch aus Künstlicher Intelligenz. Schreibende Kollegen, die noch Ahnung haben, gibt es so gut wie nicht. Die Rundschau, die gute Arbeit gemacht hat, gibt es nicht mehr“, so der Ex-Reporter diverser namhafter Titel.

Und weiter: „Die hauseigene Druckerei gibt es auch nicht mehr. Das hat dazu geführt, dass ich nach dreißig Jahren den Stadt-Anzeiger abbestellt habe. Wenn denn ein Fußballspiel um 18 Uhr beginnt und das Ergebnis am nächsten Morgen nicht in meiner Tageszeitung steht, die mich im Vierteljahr im Abo 180 Euro kostet, kann ich das Ding direkt als Altpapier entsorgen.“

Ein kurzweiliger Abend, der siebente in diesem Jahr für das Format, ging nach neunzig Minuten zuende.

Infos zu den neuen Terminen folgen.

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