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„Spricht nicht für mich“: FC-Verleger fällt auf Telefon-Nepp rein

Frank Steffan

Köln | Schreck lass nach!

Böse Erfahrung für einen bekannten Kölner Verleger.

Denn Frank Steffan, der sich als Herausgeber diverser Bücher über den 1.FC Köln einen Namen gemacht hat, ging jetzt einem Betrüger auf den Leim.

So war seine Firmen-Nummer auf einmal abgeschaltet. Und Anrufer mussten denken, der Verlag Edition Steffan existiere nicht mehr.

„Unfassbar: Über zehn Wochen lang war unsere Festnetznummer 0221 – 73 916 73 nicht erreichbar. Wir haben diese Festnetznummer seit 1981, also eine halbe Ewigkeit. Es müssen Tausende Menschen sein, die diese Nummer auswendig kennen. Es müssen – vorsichtig geschätzt – Hunderttausende Telefonate über diese Nummer gelaufen sein. Und dann war diese Nummer plötzlich weg, „dieser Anschluss ist nicht mehr erreichbar“ hieß es“, machte Steffan den aus seiner Sicht Betrugsfall öffentlich.

Kein Ende: Kölner Edition Steffan besteht weiter

Weiter schrieb er: „Gerüchte machten die Runde, dass es die „Edition Steffan“ nicht mehr gibt. Wie kam es? Einfach gesagt: Ich bin auf einen Betrüger reingefallen. Im Januar meldete sich jemand, der von sich behauptete für einen großen Anbieter zu arbeiten und dort speziell für „mittlere und kleinere Unternehmen ein stets erreichbarer Ansprechpartner“ zu sein.

Damit bekam er mich, denn alles wird immer anonymer, man hat es – vor allem bei größeren Firmen – kaum noch mit Menschen zu tun. Kurz gesagt: Der Wechsel führte zu einem irren Chaos. Die Festnetznummer war weg und wir sollten fortan mehr als das Doppelte bezahlen!“

Vor allem kostete das Chaos den umtriebigen Macher aus der Kölner Südstadt nichts als Nerven. „Was tun? Formaljuristisch hatten wir keine Chance. Es stellte sich heraus, dass der Mann, der sich gemeldet hatte, keineswegs bei einem großen Anbieter arbeitet, sondern ein „Drücker“ im klassischen Sinne ist. Sein Geschäftsmodell: Leute übers Ohr hauen, Verträge ergaunern und sich provisionieren lassen. Mit viel Mühe, Aufwand und Kreativität ist es gelungen, die Verträge wieder zu lösen.“

Heißt jetzt: „Wir sind weiterhin bzw. wieder bei NetCologne und unsere Festnetznummer ist reaktiviert. Glück im Unglück! Man kann uns also wieder übers Festnetz erreichen. Wir freuen uns über jeden Anruf. Bitte sagt es im Freundes- und Bekanntenkreis weiter, dass die „Edition Steffan“ weiterhin besteht.“

Auf unsere Nachfrage grämt sich der erfolgreiche Heinz Flohe-Biograf noch immer sehr, sagt koeln0221 über den „Drücker“: „Er sitzt in Hürth und treibt von dort aus sein Unwesen. Dass ich mich da habe verarschen lassen, spricht nicht gerade für mich.

Jedenfalls war es saublöd und wenn man nicht so völlig arglos ist, wie ich es nun mal war, dann passiert einem das auch nicht. Ich war sogar so blöd, dass ich nicht genau auf dessen Visitenkarten geguckt habe. Da hätte es mir schon auffallen müssen.“

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