
Köln | Die Hoffnungen bei den Kölner Haien war groß, einen Coup im dritten Halbfinale bei den Eisbären Berlin zu landen und in der Serie erstmals in Führung zu gehen.
- Kölner Haie verlieren das dritte Halbfinale bei den Eisbären Berlin
- Kölner Haie liegen in der Serie jetzt mit 1:2 Spielen zurück
- Aufholjagd der Kölner Haie in Berlin kommt zu spät
Doch nach 60 Minuten fuhren die Spieler des KEC enttäuscht vom Eis der Uber-Arena. Denn der Titelverteidiger nutzte den erneut den Heimvorteil und gewann mit 4:2. Damit ist der Druck wieder auf die Seite des Vizemeisters gerückt, der am Mittwoch die Möglichkeit zum Ausgleich hat.
„Der Sieg geht in Ordnung. Wir wussten um eine starke Reaktion der Eisbären, konnte diese aber nicht verhindern. Wir haben nicht genug Zweikämpfe gewonnen. Wir hatten nicht den Start, den wir haben wollten und auch nicht die nötige Frische“, analysierte Kölns Kapitän Moritz Müller. „Jetzt haben wir auswärts zweimal verloren, jetzt müssen wir wieder zu Hause gewinnen.“
Kölner Haie zeigen nach Rückstand Charakter
Dabei sahen die Gastgeber bis zur 53. Minute wie die sicheren Sieger aus. Die Eisbären hatten ihre Möglichkeiten eiskalt genutzt und lagen 3:0 in Führung. Doch die Mannschaft von Kari Jalonen zeigten Charakter, kämpften weiter und schafften sogar den Anschluss.
Zunächst war es Dominik Bokk, der bereits beim 5:1-Erolg in der Lanxess-Arena am Freitagabend getroffen hatte, sorgte für den ersten Kölner Treffer. Nach einem Schuss von Jan-Luca Sennhenn setzte der ehemalige Frankfurter vor dem Berliner Gehäuse nach und schob den Puck Jake Hildebrand durch die Beine.
Danach hatten die Haie reichlich Oberwasser und sorgten für ein richtig dramatisches Ende. Janne Juvonen war gerade für eien sechsten Feldspieler vom Eis, da schaffte Verteidiger Oliwer Kaski mit einem Hammer von der blauen Linie, der vom Schlittschuh von Kai Wissmann abgefälscht wurde, für das 2:3 (56.).
Kölner Haie werden nicht mit dem Ausgleich belohnt
Doch der KEC wurde nicht mehr mit dem Ausgleich belohnt. 124 Sekunden vor dem Ende gelang Leonard Pföderl das vierte Berliner Tor, als Juvonen erneut vom Eis geholt wurde.
Der Nationalspieler, der zuvor 13 Begegnungen ohne eigenes Erfolgserlebnis war, erfolgreich. Pföderl markierte das 1:0 (23.) mit einem Direktschuss in die linke Ecke. Juvonen war dabei chancenlos.
Auch beim zweiten Tor des Meisters war der Finne schuldlos. Die Haie hatten gerade eine Unterzahlsituation überstanden, als Jonas Müller einen Rebound zum 2:0 vollendete (42.). Nur vier Minuten später erhöhter Lester Lancester mit einem Schuss in den Winkel auf 3:0 und ebnete den Weg zu einer 2:1-Führung der Berliner in der Serie.
Trotz des kleinen Rückschlages bleibt Kapitän Müller kämpferisch und sagt: „Wir müssen nun schnell das Ergebnis aus den Köpfen bekommen und weiter den Heimvorteil nutzen. Wenn wir alle Heimspiele gewinnen, dann holen wir uns die Serie.“