
Berlin | Es ist die buchstäblich „haiße“ Phase der DEL-Playoffs. Und mittendrin in der entscheidenden Phase der Serie überschattet ein schlimmer Vorfall die Serie zwischen den Kölner Haien und Eisbären Berlin.
Wir hatten von dem durch die Berliner Polizei mitgeteilten Angriff auf einen Haie-Fanbus durch mutmaßlich losgelöste Berliner Chaoten berichtet.
Nun gab es indes eine Reaktion der breiten Eisbären-Fanszene. In Form einer Erklärung der SEKTION 1200, Szene Ost – Ortsgruppe Berlin, Szene Ost – Rhein Ruhr, Szene Ost – Münsterland, Gefällt mir, weil ich Eisbär bin , Schwarze Liste, Köriser Germanen, Eisberliner, Block 417 & Freunde
Eisbären helfen Eisbären e.V.
„Wir möchten uns ausdrücklich und unmissverständlich von den Vorkommnissen rund um das dritte Halbfinalspiel zwischen unseren Eisbären Berlin und den Kölner Haien, am gestrigen Sonntag, distanzieren“, heißt es in der Erklärung.
Denn: „Der Angriff auf den Fanbus aus Köln steht in keinerlei Einklang mit unseren Werten. Wir verurteilen jede Form von Gewalt aufs Schärfste. Emotionen und auch verbale Auseinandersetzungen gehören im Sport bis zu einem gewissen Grad dazu – körperliche Übergriffe, Diebstahl und gezielte Angriffe auf gegnerische Fans hingegen überschreiten eine klare Grenze und sind in keiner Weise akzeptabel.“
Und weiter: „Als Fanclub der Eisbären haben wir diese Werte – Respekt, Fairness und ein friedliches Miteinander – bei aller sportlichen Rivalität stets gelebt und vertreten. Rivalität gehört zum Sport, doch sie endet dort, wo Gewalt beginnt.
Kölner Haie treffen am Mittwoch wieder auf Berlin
Eishockey war und ist für uns ein Sport, der Menschen zusammenbringt – ein Umfeld, in dem sich Familien, Kinder und Fans sicher fühlen können. Umso besorgniserregender ist es, dass auch in unserem Sport zunehmend gewaltbereite Personen auftreten. Diese haben mit echter Fankultur nichts zu tun.
Wir fordern daher konsequente Maßnahmen: Sowohl die zuständigen Behörden als auch die Vereine müssen entschieden handeln und alle verfügbaren rechtlichen Mittel ausschöpfen. Gewalt darf keinen Platz im Sport haben.
Unser gemeinsames Ziel muss es sein, unseren Sport zu schützen und die Werte von Respekt, Fairness und Gemeinschaft zu bewahren. Personen, die durch derartige Taten auffallen, sollten konsequent und nachhaltig ausgeschlossen werden – bis hin zu bundesweiten und lebenslangen Stadionverboten.
Wir lassen nicht zu, dass Einzelne unseren Sport und das Miteinander zerstören.“
Mittwoch gehrt die Serie in Köln weiter. Es bleibt zu hoffen, dass es friedlich weitergeht.