
Köln | Das war die richtige Antwort auf die 3:6-Niederlage in der Hauptstadt. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung ab dem zweiten Drittel feierten die Kölner Haie und 18.600 Besucher in der Lanxess-Arena einen 5:1-Erfolg gegen die Eisbären Berlin.
- Die Kölner Haie gewinnen das zweiten Halbfinale gegen die Eisbären Berlin
- Kölner Haie gleichen mit dem ersten Sieg die Halbfinalserie aus
- Patrick Russell war mit zwei Toren für die Kölner Haie erfolgreich
Während die Berliner schnellstens das Eis verließen, konnten sich die Kölner feiern lassen. Es war eine beeindruckende Reaktion des Vizemeisters, der endgültig in der Serie angekommen ist und das Trauma Eisbären Berlin endgültig aus den Köpfen bekommen möchte.
Sieg gibt Kölner Haien viel Selbstvertrauen
„Der Sieg bedeutet viel, wir haben Selbstvertrauen getankt und wissen, dass wir Berlin schlagen können“, erklärte Dominik Bokk glücklich. „Wir haben unser Eishockey gespielt und unsere Chancen genutzt. Im Gegensatz zum Spiel in Berlin haben wir die Fehler nicht gemacht und deshalb verdient gewonnen.“
Dagegen meinte Eisbären-Trainer Serge Aubin angefressen: „Wir haben ein starkes erstes Dritrel gezeigt und ab dem zweiten Drittel aufgehört Eishockey zu spielen. Köln war dagegen richtig gut. Wir werden uns auf das dritte Spiel konzentriert vorbereiten.
Kölner Fans zeigen tolle Choreographie
Schon vor der Partie war die Stimmung prächtig auf den Rängen. Die Fans auf der Stehplatztribüne auf der Nordkurve hatten für das Halbfinale eine tolle Choreographie vorbereitet. Darauf zu sehen war Trainer Kari Jalonen als Zugführer, dahinter waren viele Köpfe vieler Leistungsträger in einem Wagon eingearbeitet. Sogar Rauch stieg aus dem Kessel der Lokomotive heraus.

Mit Dampf wollten auch die Haie aus der Kabine kommen, aber der Meister zeigte selbstbewusst und tonangebend. Köln tat sich schwer, Chancen zu kreieren, auf der anderen Seite rettete Janne Juvonen seinen KEC gegen Manuel Wiederer vor dem Rückstand.
Den markierte dann nach einer Viertelstunde Yannick Veilleux. Nachdem es Louis-Marc Aubry verpasste, den Puck aus der Gefahrenzone zu bringen, markierte der Stürmer die verdiente Führung für die Gäste mit einem Schuss in die kurze Ecke.
Die Haie versuchten mit Kampf in einen Rhythmus zu kommen, zweimal hatte Moritz Müller den Ausgleich auf dem Schläger, doch der Kapitän scheiterte an Jonas Stettmer.
Kölner Haie kommen mit Energie aus der Kabine
In der Kabine schien Kari Jalonen dann die richtigen Worte in der Kabine gefunden zu haben, denn die Gastgeber kamen mit einer ganz anderen Energie und Körpersprache auf das Eis.
Maximilian Kammerer traf zunächst nur die Latte, es war eine Initialzündung für den Vizemeister. Denn danach spielten die Haie furios auf und markierte vier toll herausgespielte Treffer. Patrick Russell schaffte den Ausgleich mit einem Versuch in die linke Ecke (23.).
Rückkehrer Ryan MacInnis hatte dann die Führung auf dem Schläger, er scheiterte aber auch an der Latte. Zum Glück haben die Kölner einen Russell, der Däne wendete endgültig das Blatt mit seinem zweiten Tor.
Dominik Bokk erzielt Traumtor für Kölner Haie
Nur 34 Sekunden später durften die Fans erneut jubeln, als Dominik Bokk traf. Der Ex-Frankfurter tankte sich gegen Adam Smith und Moritz Kretschmar durch, schüttelte die beiden Verteidiger wie lästigen Fliegen ab und vollendete mit der Rückhand zum 3:1.
„Ich habe nicht gebraucht, dass ich gegen die beiden Abwehrspieler durchkomme. Aber ich habe Speed aufgenommen und mich durchgesetzt.“
Aubry erhöhte noch vor der Sirene mit dem vierten Treffer. Nach dem 4:1 nahm Eisbären-Dompteur Serge Aubin seinen Torwart raus und brachte Jake Hildebrand nach langer Verletzungspause zwischen die Pfosten.
Patrick Russell sah gutes Drittel der Kölner Haie
„Wir haben auch im ersten Abschnitt nicht so schlecht gespielt, aber zu viele Fehler gemacht. Die haben wir dann minimiert, ein wirklich gutes zweites Drittel absolviert und und unsere Möglichkeiten genutzt“, sagte Doppeltorschütze Russell zufrieden.
Doch der Torhunger der Haie war noch nicht gestillt. Gregor MacLeod vollendete nach einem Pass von Russell auf 5;1. Danach war die Partie entschieden, doch es wurden durch Provokationen bereits die Claims für Spiel drei am kommenden Sonntag (14 Uhr) in Berlin abgesteckt und noch viele Nettigkeiten ausgetauscht.