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April 9, 2026
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Haie-Plan: Erst Wunden lecken, dann neu angreifen

Haie-Stürmer Maximilian Kammerer möchte im ersten Heimspiel im Halbfinale gegen Berlin wieder angreifen. Foto: Denis Wroblewski

Berlin / Köln | Nach der 3:6-Niederlage zum Auftakt der Halbfinalserie gegen die Eisbären Berlin hier bei den Kölner Haien erst einmal die Devise: Wunden lecken!

  • Kölner Haie brauchen eine deutliche Leistungssteigerung
  • Kölner Haie erwarten Eisbären Berlin am Freitag zum zweiten Halbfinale
  • Haie-Trainer Kari Jalonen sieht großes Verbesserungspotenzial

Denn der Start in die mit Spannung erwartete Revanche gegen den Titelverteidiger und Angstgegner lief für den Hauptrundensieger der Deutschen Eishockey Liga überhaupt nicht nach Wunsch. So setzte es im Kampf der Giganten zum Auftakt ein empfindlicher Rückschlag.

Dementsprechend zufrieden war Coach Serge Aubin mit seinen Eisbären: „In den ersten zehn Spielminuten waren wir sehr gut. Wir waren bereit, konnten einige offensive Momente kreieren und uns eine Zwei-Tore-Führung erspielen“, sah Serge Aubin eine dominante Mannschaft. „In der zweiten Hälfte des Startdrittels haben wir dann etwas nachgelassen. Im Mittelabschnitt haben wir zu den richtigen Zeitpunkten unsere Treffer erzielt und dann clever gespielt.“

Haie-Trainer Kari Jalonen sieht viel Verbesserungspotenzial

Dagegen war sein Gegenüber konnte dagegen nicht zufrieden mit der Darbietung seiner Haie sein: „Es gibt viele Dinge, die wir besser machen können und müssen. Da geht es um viele Bereiche, Powerplay, Unterzahl und auch bei fünf gegen fünf. Dies werden wir nun analysieren und uns gut auf Spiel zwei vorbereiten“, erklärte Cheftrainer Kari Jalonen gewohnt sachlich.

Doch mit der Leistung konnte der Finne nicht zufrieden sein. Seine Haie machten viel zu viele Fehler, die die Eisbären konsequent bestraften. War die Defensive gegen Schwenningen noch ein wahres Pfund und ließ nur fünf Gegentore in vier Partien zu, kassierte man in Berlin genauso viele Treffer in 38 Mintuten.

Haie-Torwart Janne Juvonen mit unglücklichen Aktionen

Und ausgerechnet der ansonsten als „die Wand“ titulierte Janne Juvonen erwischte bei seiner ersten Playoff-Niederlage im Trikot der Haie einen rabenschwarzen Abend. Der DEL-Torwart des Jahres musste sich das 0:1 ankreiden lassen und sah auch bei weiteren Berliner Toren unglücklich in seinen Aktionen. Folgerichtig wurde Jalonen nach zwei Dritteln für Felix Brückmann ausgewechselt.

Kölns Torwart Janne Juvonen erwischte beim 3:6 in Berlin einen unglücklichen Abend. Foto: Denis Wroblewski

Doch nicht nur Kölns Schlussmann erwischte keinen guten Abend in der Hauptstadt, sondern irgendwie gewann man den Eindruck, dass der KEC besonders in der Anfangsphase überhaupt nicht in seinen Rhythmus kam. Berlin wirkte energischer, konsequenter und fokussierter und setzte die Gäste permanent unter Druck. Daraus resultierten Kölner Fehler, die der Titelverteidiger gnadenlos ausnutzte.

„Wir wissen auch, dass wir besser spielen können“, sagte Maximilian Kammerer selbstkritisch. „Berlin war am Anfang besser drin und hat die Tore eiskalt gemacht. Uns ist dies heute nicht gelungen.“

Kölner Haie hatten ein klares Chancenplus

Trotz eines klaren Chancenplus mit 36:17 Torschüssen konnten die Kölner Eisbären-Goalie Jonas Stettmer aber nur dreimal durch Valtteri Kemiläinen im Powerplay, Patrick Russell in Unterzahl sowie Gregor MacLeod kurz vor dem Ende überwinden. Zu wenig, um eine starke Berliner Mannschaft zu besiegen.

Aber Panik sollte die Niederlage bei den Haien nicht auslösen. Zu gefestigt zeigte sich das Jalonen-Team während der Saison. Jedoch muss der KEC im ersten Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr, Lanxess-Arena) wieder zu alten Tugenden zurückkehren.

Bedeutet: Stabiler in der Defensive stehen, härter in die Zweikämpfe gehen und effizienter in der Offensive werden. Dann sollte im ausverkauftem Haifischbecken der Ausgleich in der Serie gelingen.

Haie: Maximilian Kammerer will Freitag angreifen

Deshalb legte Kammerer bereits den Fokus auf das zweite Duell: „Wir müssen das Spiel abhaken und werden am Freitag neu angreifen.“

Die Halbfinaltermine:

Spiel 1: Eisbären Berlin – Kölner Haie 6:3

Spiel 2: Kölner Haie gegen Eisbären Berlin – Freitag, 10. April, 19:30 Uhr

Spiel 3: Eisbären Berlin gegen Kölner Haie – Sonntag, 12. April, 14:00 Uhr

Spiel 4: Kölner Haie gegen Eisbären Berlin – Mittwoch, 15. April, 19:30 Uhr

Spiel 5*: Eisbären Berlin gegen  Kölner Haie – Freitag, 17. April, 19:00 oder 19:30 Uhr

Spiel 6*: Kölner Haie gegen Eisbären Berlin – Montag, 20. April, 19:30 Uhr

Spiel 7*: Kölner Haie gegen Eisbären Berlin, Bremerhaven – Mittwoch, 22. April, 19:30 Uhr

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