
Köln | Na also: Geht doch!
Es war lange Zeit ein purer Anblick der Traurigkeit, der bei vielen Friedhofs-Besuchern auf Melaten ein Naserümpfen und ungläubiges Kopfschütteln im Kölner Westen auslöste.
Die Grabstätte des einstigen Köln-Originals Charly Niedieck war in einem derart verwucherten Zustand, dass sich empörte Spaziergänger bei unserem Portal meldeten, um den vor Ort für Jedermann sichtbaren Missstand breiter öffentlich zu machen. Auch aus Fremdscham gegenüber touristischen Führungsgruppen, die immer wieder am berühmten Friedhof Gräber berühmter Kölnerinnen und Kölner besichtigen.
Eilemann-Trio: Charly Niedieck war eine Legende
Eine Mitarbeiterin der Friedhofsverwaltung, die bei Niediecks Beerdigung einst sogar persönlich dabei war, verwies darauf, dass offen sei, ob das Grab des einstigen Eilemann-Trio-Unikats ab Juli verlängert werde oder abgeräumt werden müsse.
Bei einem schlechten Zustand würden die Angehörigen schriftlich benachrichtigt, was inzwischen geschah.

Und siehe da, es wurde offensichtlich Größe und Einsicht gezeigt – denn das „Wunder“ von Melaten ist tatsächlich eingetreten und Profis haben offenbar Hand angelegt. Denn wenn man nun dort aktuell entlang spaziert, findet man eine inzwischen klar verbessert aufgeräumte und vom zuvor wild wachsenden Unkraut befreite Ruhestätte vor.
Nur würdig und angemessen für den bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Liebling Charly, der sich als akrobatischer Bass-Künstler in die Herzen der kölschen Jecken gespielt hatte und bis heute für seine Parade-Rolle – im bezeichnenderweise nur ein Jahr nach seinem Tode aufgelösten Eilemann-Trio – unvergessen ist.
Nun bleibt zu hoffen, dass das Grab auch verlängert wird.
Und nicht, wie im Fall der großen Elsa Scholten, eine Räumung ab Juli geschieht. . .