
Köln | Um 21 Uhr am Donnerstagabend wurde es laut auf der Vorgebirgstraße in der Kölner Südstadt. „Fortuna, Fortuna!“, hörte man im Chor.
Schallender Jubel brandete im Südstadion laut auf, denn die enge Pokalpartie im Viertelfinale gegen Alemannia Aachen war beendet – und diesmal ist die Fortuna weiter. 1:0!
Anders als im Vorjahr, als man an Aachen nach Verlängerung bitter gescheitert und mit dem gleichen Ergebnis rausgeflogen war, behielt die Truppe von Coach Matthias Mink diesmal daheim in einem Nervenkrimi die Oberhand.

Ausgerechnet in einer Drangphase der zu diesem Zeitpunkt klar überlegenen Gäste sorgte Thier für das umjubelte Tor des Tages und brachte den Tabellenführer der Regionalliga West auf die Siegerstraße. Fischer hatte die Kugel einfach mal nach vorne gepöllt, der Offensivmann schaltete blitzschnell, war nicht mehr aufzuhalten und versenkte das Ding gegen die frühere VfL Bochum-Legende Riemann cool zur Führung, die die Hausherren nicht mehr abgaben.
Keeper Winkler hatte hinten im Kasten seine Kollegen mit einer Top-Parade gegen Strujic zuvor im Spiel gehalten und fand in Pfosten und Latte dazu gütige Gehilfen.

Auch die sechsminütige Nachspielzeit überstand der Kölner Traditionsclub aus der Südstadt gegen den Drittligisten, angefeuert von über 7000 (!) Besuchern mit großem Kampf und Dusel: In der hektischen, typischen Pokal-Schlussphase klatschte ein Kopfball von Yarbrough noch ans Metall, das Glück blieb der Fortuna eben im Veedel an diesem Abend treu.

So steht man nun im Halbfinale des Pokals und ist weiter auf dem Weg zu einer echten Fabel-Saison, denn bekanntlich grüßt die Mink-Elf in der Liga von der Spitze der Tabelle und ist dem ersehnten Aufstieg in die 3.Liga und der Rückkehr in den Profi-Fußball nahe.
Die Aachener Fans dagegen waren eigens mit einem Sonderzug an den Bahnhof Süd gekommen, hatten mit einem Banner noch einen Protest losgelassen – und fuhren letztlich trostlos heim. . .