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Februar 7, 2026
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„Wo ist man noch sicher?“ – Die Angst einer Mutter nach Yosefs Tod

Dormagen | Eine Stadt unter Schock!

Der gewaltsame Tod des Realschülers Yosef (†14), der von einem 12-jährigen Kind erstochen worden sein soll, lähmt eine ganze Region. Wie so etwas möglich ist und überhaupt nur passieren kann, lässt weit über Dormagens Grenzen hinaus die Menschen ratlos zurück.

„Wir müssen davon ausgehen, dass unsere Stadt durch dieses Ereignis, durch diesen schlimmen Tod von Yosef, nachhaltig traumatisiert sein wird“, sagte Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Trauerfeier für Yosef an einem Sportplatz in Delhoven am Freitag Nachmittag mit trauriger Stimme.

Ganz Dormagen ist nach der grausamen Tat traumatisiert

Wie haben die Einwohner das Ganze erlebt? Wie denken Sie jetzt darüber? Ist es übertrieben davon zu sprechen, dass die Stadt tatsächlich traumatisiert sein wird?

Wir haben die Delhovener Mutter Tanja K. gefragt, die mit ihrer kleinen Tochter selbst auf der Trauerfeier dabei war.

„Es ist leider nicht übertrieben“, sagt sie, „Unsere Kinder sind noch Kinder, die raus gehen zum Spielen, die klingeln bei Freunden. Wenn der eine nicht da ist, dann zieht man zum nächsten Freund. Teilweise wusste ich, wo mein Kind ist, wenn ich gesehen habe, bei wem der Tretroller vor der Tür steht….  Besonders im Sommer sind viele Kinder auf der Straße, sie fahren Inliner, malen mit Kreide, machen Klingelstreiche… Halt eine Kindheit wie früher.
Ich wohne sehr gerne in Delhoven und auch die Dorfgemeinschaft ist einfach toll. Man kennt sich und sieht sich auf den ganzen Dorffesten. Jetzt hat die Idylle einen riesen Sprung“.

Sie kannte den getöteten Jungen persönlich. „Wir wohnen quasi in der Mitte von dem Fundort und Yosefs Zuhause. Genau am Weg, wo der Trauermarsch her ging. Meine Kinder sind 8, 11 und 14. Das macht schon Angst, wenn bei uns ein 12-Jähriger eine 14-Jährigen tötet. Der See ist fußläufig… Wenn schon bei uns sowas passiert, wo ist man dann noch sicher?“

K. bedauert Konsequenzen ziehen zu müssen im Alltag: „Langsam bleibt einem nichts anderes übrig, als den Radius der Kinder mehr einzuschränken. Aus Angst vor solchen Tätern.“

Besonders lobt sie die emphatische Stimmung auf der Trauerzeremonie für Yosef: „Die Atmosphäre bei der Trauerfeier war sehr bewegend. Es wurden soviel Dinge über Yosef so liebevoll vorgetragen. Er hat hier sehr gerne gelebt und war so beliebt. Es ist eine große Lücke, die er hinterlässt.“

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