
Köln | Am Sonntagnachmittag steigt im Sportpark Höhenberg das letzte Heimspiel der Viktoria. Gegner ist ab 16.30 Uhr Alemannia Aachen, ehe das Team am nächsten Samstag beim MSV Duisburg zum Zünglein an der Aufstiegswaage werden kann.
Sportlich geht es für die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm darum, sich von den treuen Fans mit einem Sieg zu verabschieden und sich für das letzte große Highlight – dem Mittelrheinpokalfinale gegen Drittligaaufsteiger Fortuna Köln – einzuspielen. Denn der Klassenerhalt ist seit Wochen eingetütet, die Viktoria kickt auch in der nächsten Saison in Liga drei.
Viktoria Köln bastelt an neuer Mannschaft
Im Hintergrund basteln die Verantwortlichen bereits an einer schlagfertigen Mannschaft für die nächste Spielzeit. Dabei wurden schon einige Entscheidungen getroffen. Dabei hat sich eine Vereinslegende dazu entschlossen, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen: Simon Handle beendet nach der laufenden Saison seine Karriere als aktiver Fußballer.
Mit dem 33-Jährigen verabschiedet sich eine Viktoria-Ikone von der Fußballbühne. „Viktoria Köln ist meine zweite Heimat geworden. Ich habe hier viele schöne und schwere Momente erlebt. Vom Aufstieg, dem Abstiegskampf über das DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern und fünf Pokalsiege. Ich kann mit klarer Überzeugung sagen, dass ich hier in Höhenberg die beste Zeit meiner Karriere hatte. Nach neun Jahren endet nun dieser Weg – ich sage nach dieser Saison ein letztes Mal ‚Servus‘.“
Mit bis dato 309 Einsätzen ist Handle hinter Mike Wunderlich Vize-Rekordspieler beim Verein aus Höhenberg. In der 3. Liga ist er mit 240 Spielen gar vereinsinterner Rekordhalter.
„Es ist nicht entscheidend, wie man gekommen ist – sondern was die Leute über einen denken, wenn man geht“, betont Sportvorstand Franz Wunderlich, Sport-Vorstand. „Er ist nicht nur ein super Fußballer, sondern auch ein toller Mensch.“
Viktoria Köln bedauert Entscheidung von Simon Handle
Wunderlich sagt weiter: „Deshalb bedauere ich seinen Schritt, habe aber zeitgleich großen Respekt vor der Entscheidung. Simon spielt gerade eine seiner besten Saisons, ist fußballerisch und körperlich in bester Verfassung. Zudem ist er für die Mannschaft und die Kabine so gut wie unverzichtbar.“
Simon Handle spielte seit 2017 für Viktoria Köln
Dementsprechend wird Handle, der 2017 nach Köln wechselte, am Sonntag gegen Aachen vor den eignen Fans noch einmal würdig verabschiedet. Trotzdem stellt der Offensivspieler klar: „Unsere gemeinsame Reise ist noch nicht vorbei. Die Spiele gegen Aachen, Duisburg und Fortuna haben einen ganz besonderen Wert für mich. Ich kann versprechen, dass wir gemeinsam alles dafür tun werden, die maximale Ausbeute zu holen.“
Ein weiterer Abgang wird Soichiro Kozuki. Die Viktroia und der Japaner haben sich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung zum 30.06.2026 geeinigt. Der Offensivspieler kam in der abgelaufenen Sommertransferperiode von 1860 München.

Bis dato stand der 25-Jährige in 19 Drittligaspielen auf dem Rasen und traf dabei zweimal. Sportleiter Valentin Schäfer begründet die Entscheidung: „Soichiro kam im letzten Sommer mit gemeinsamen Hoffnungen auf eine tolle Saison von 1860 zu uns. Leider gibt es im Fußball manchmal Situationen, in denen es trotz gemeinsamen Bemühungen nicht so funktioniert, wie man es sich wünscht.
Schäfer fügt an: „Deswegen haben wir uns zusammen entschieden, ab nächster Saison neue Wege einzuschlagen. Kozu hat sich in dieser Saison vorbildlich verhalten und war Teil einer tollen Gruppe.“