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Mai 12, 2026
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Brücken-Zoff eskaliert! Initiative schießt gegen Dezernent

Köln | Jetzt geht es ab!

Neu aufgestellte Schilder hatten es angekündigt.

Nun ist es offiziell!

„Die Straßenbrücke „Am Flachsrosterweg“ in Köln-Höhenhaus, die die Gleise der Deutschen Bahn (DB) quert, wird während der derzeitigen Generalsanierung und damit verbundenen Sperrung der DB-Strecke Köln – Wuppertal zurückgebaut“, hieß es in einer Aussendung der Stadt Köln vom Dienstag Nachmittag, „Die Einrichtung der Baustelle erfolgt hierfür ab Montag, 18. Mai 2026.“

Die Brücke aus dem Jahr 1967 weise insbesondere an den Konsolen, auf denen die Fahrbahnplatte aufliegt, erhebliche Schäden auf, die die Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit gefährden.

Es wurde bekanntgegeben: „Eine Instandsetzung der in die Jahre gekommenen Brücke ist wirtschaftlich nicht darstellbar, deshalb muss sie während der aktuellen Sperrung der Bahngleise abgerissen werden. Ein Abriss außerhalb der aktuellen Sperrpause der DB-Strecke würde hohe Zusatzkosten für den Schienenersatzverkehr zwischen Leverkusen und Köln zu Lasten der Stadt Köln verursachen.“

Bitter für die Anwohner, die seit Wochen gegen die Pläne der Verwaltung protestiert hatten und auf eine einspurige Lösung gebaut hatten.

Ihre Demos und alle vorgetragenen Einwände waren letztlich für die Katz.

Denn: „Sowohl die von der Bezirksvertretung Mülheim beschlossene Kfz-Behelfsbrücke als auch die vom Dezernat für Mobilität der Stadt Köln vorgeschlagene provisorische Fuß- und Radwegebrücke können in der verbleibenden Sperrzeit der DB bautechnisch nicht mehr umgesetzt werden. 

Die Verwaltung wird die Verkehrssituation nach Entfall der Brücke beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung dieser umsetzen.

Die Stadt plant einen Neubau der Brücke, die dann wieder vollumfänglich für den Verkehr zur Verfügung steht. Planmäßig steht die nächstmögliche Sperrpause der DB, voraussichtlich im Jahr 2032, für den Neubau zur Verfügung. Über den Neubau der Brücke müssen noch die politischen Gremien entscheiden.“

Die Initiative ihrerseits meldete sich am Dienstag Abend zu Wort. Und schoss scharf mit einem Statement zurück, welches man am Tag darauf aktualisierte und „abschwächte“.

Vorwurf: Hat Dezernent Egerer Anwohner genarrt?

Jetzt heißt es: „Herr Egerer hat das Thema auf Kosten der Anwohner im rechtsrheinischen Köln aus Sicht vieler Betroffener über Monate ausgesessen. Er verbreitete nach Auffassung der Bürgerinitiative immer wieder Aussagen, die nach unserem Kenntnisstand nicht den tatsächlichen Abläufen entsprachen.

So liegen wir derzeit weiterhin exakt in dem Zeitfenster, das ursprünglich für das Projekt vorgesehen war. Das Einzige, was sich seit den Protesten von Kommunalpolitik und Anwohnern geändert hat, ist, dass Herr Egerer für seine ursprünglich geplante reine Fußgänger- und Fahrradbrücke keinen politischen Beschluss erhalten hat.

Stattdessen fasste die Bezirksvertretung 9 einstimmig einen Beschluss, der ausdrücklich eine einspurige Autobehelfsbrücke vorsah. Seine mehrfach sinngemäß formulierte Haltung „dann gibt es eben gar nichts“ scheint nun Realität zu werden.“

Starker Tobak!

Im Feuer: Egerer. Foto: Stadt Köln

Weiter heißt es: „Wir haben selbst Kontakt mit der Brückenfirma aufgenommen. Nach der dortigen Auskunft wären alle vier Brückenvarianten, die Bestandteil der politischen Beratungen waren, innerhalb der vorgesehenen DB-Sperrzeit realisierbar gewesen.

Herr Egerer hat letztlich keinen politischen Beschluss für seine ursprünglich vorgesehene Maßnahme erhalten. Gleichzeitig wurden aus Sicht vieler Beteiligter entscheidende Fristen verstreichen gelassen, während Politik und Bürgerschaft bis zuletzt nur unzureichend eingebunden wurden.

Nun wird der Abriss vorangetrieben, obwohl aus Sicht zahlreicher Anwohner und politischer Vertreter weiterhin keine nachvollziehbare Gesamtstrategie für die verkehrliche Situation erkennbar ist.

Die öffentliche Verwunderung und Kritik hieran reicht inzwischen weit über den Stadtteil hinaus.

Die aus unserer Sicht gravierende Fehlplanung des Dezernats muss dringend korrigiert werden. Wir fordern die Verantwortlichen zu pflichtbewusstem und transparentem Handeln auf.

Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand können sowohl die Behelfsbrückenkonstruktion als auch die Sanierung der Brückenköpfe im laufenden DB- Betrieb abgeschlossen werden. Für das Aufsetzen der Brücke wäre nach den uns vorliegenden Informationen eine nächtliche Sperrung ohne erhebliche Zusatzkosten möglich.“

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