
Köln | Die Debatte um den Drogenhotspot Neumarkt – sie ist noch längst nicht beendet. . .
Bereits im Dezember hatten wir von hitzigen Kontroversen im Netz berichtet, ob die geplante Verlagerung des Standorts des Drogenkonsumzentrums vom Neumarkt an die Wilhelm-Hoßdorf-Straße richtig sei. Doch das klang bisher wohl eher nach populistischem Blabla von manchen Gernegroß-Politikern und Alibi-Stadträten.
Doch nun regt sich organisierter Widerstand gegen die Absicht der Stadt Köln, die am 5. Februar beschlossene Sache werden soll.

Denn: Die „IG Pantaleonsviertel“ hat da was gegen. Mit Flugblättern unter dem Slogan „Unser Veedel, unsere Stimme“ wird gegen den Plan des Drogenkonsumzentrums im Wohngebiet protestiert und zu einer Versammlung animiert. Diese soll in der Aula Berufskolleg am Perlengraben, direkt an der avisierten Stelle also, am 12. Januar um 19:30 Uhr steigen. Per QR-Code kann man auch online die Initiative unterstützen.

Was fürchten die Initiatoren?
„Weitreichende Folgen für Anwohner, Familien, Kinder, Schulen, Kinderbetreuung und das gesamte Veedel“, heißt es schon in der Ankündigung – und ein empörter Fragenkatalog in Richtung der Verantwortlichen wie Stadtdirektorin Andrea Blume scheint bereits vorformuliert.
„Viele Fragen sind offen“, liest man da, „Warum gerade dieser Standort? Welche Auswirkungen sind realistisch zu erwarten? Welche Alternativen wurden geprüft? Warum wurden die Anwohner bislang nicht ernsthaft beteiligt? Diese Fragen dürfen nicht hinter verschlossenen Türen abgehandelt werden.“

Man darf gespannt sein, was in der Versammlung noch alles auf den Tisch kommt. Und wer sich dort blicken lässt!
Klar ist: Unweit des Perlengrabens, am Kölner Volksgarten, können Anwohner und Unternehmer ein ähnliches Liedchen von Zuständen singen, wenn eine Einrichtung für Suchtkranke vor Ort sich befindet. Dort sind Sirenen zeitweise an der Tagesordnung. . .