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März 31, 2026
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Märkte-Zoff in der Südstadt – wem gehört der Chlodwigplatz?

Köln | Bahnt sich da eine „Battle“ virtueller Art an?

Der Anstoß ist auf jeden Fall gemacht. Denn am Dienstag morgen war auf der Seite von „Chlodwigplatz Köln“ ein Posting zu lesen, das es in sich hat.

Und zwar offenbar „wütend“ verfasst.

„Finde den Fehler“, heißt es da, „Seit 2024 veranstaltet die IG ABC (www.abcsuedstadt.de) den Feierabendmarkt auf dem Chlodwigplatz.
Mit Herzblut, ehrenamtlichem Engagement und echter Veedelsarbeit.
Gut besucht. Beliebt. Etabliert.

Die nächsten Termine: 24.04., 29.05. und 26.06. Seit 2024 betreibt die IG Severinsviertel e.V. (IGS) den Feierabendmarkt auf dem Severinskirchplatz. – laut eigener Darstellung: erfolgreich, gut besucht, alles bestens. 

Name: Em Vringsveedel an enem Desch Und jetzt? Plötzlich will die IG Severinsviertel e.V. auf den Chlodwigplatz. Begründung: Severinskirchplatz läuft schlecht, Umsätze sind mies, Der Platz sei nicht geeignet.

Konsequenz: Drei Veranstaltungstage ab Juli werden der ABC entzogen.“

Termine geklaut? Initiativen im Veedel im Clinch

Doch das sei nicht alles.

Denn: „Und jetzt wird’s wirklich interessant: Der angeblich „ungeeignete“ Severinskirchplatz wird plötzlich doch weiter betrieben. Nur nicht mehr als „Feierabendmarkt“, sondern unter neuem Namen: „Schlemmern & Schwaade“

Tatsächlich ist ein entsprechend neues mithilfe der KI kreiertes Logo bereits in der Werbung und auf den Seiten der IG Severinsstraße veröffentlicht.

„Schlemmen & Schwaade – Der Feierabendmarkt auf dem Severinskirchplatz Jeden 3. Mittwoch im Monat ab April 15.04.2026 – Saisonbeginn! – Kölsch, Streetfood & more. Powered by Severinsviertel Köln“, wird es beworben.

Und das stößt ABC natürgemäß auf.

„Also nochmal ganz langsam: Platz ist schlecht – sagt man, Holt sich Plätze auf einem funktionierenden Markt, Und betreibt den „schlechten“ Standort einfach weiter – mit neuem Label. Finde den Fehler.“

Die IG ABC arbeite im Unterschied ehrenamtlich, binde Vereine und Initiativen ein und stärke das Veedel nachhaltig. Die IG Severinsviertel e.V. argumentier dagegen offen: „Wir müssen Geld verdienen.“

„Kann man machen“, so die Initiatoren, die sich offenbar ausgebootet fühlen, fast ein Stück verbittert: „Aber dann bitte ehrlich, transparent und nicht auf Kosten derer, die das Fundament gelegt haben. Wir sehen uns am 24.04., 29.05. und 26.06. auf dem Chlodwigplatz. Für echtes Veedel.“

Update:

Am frühen Karfreitag reagierte die IG Severinsviertel auf „Chlodwigplatz Köln“ ihrerseits mit einer „Klarstellung“ in den sozialen Netzwerken.

Darin heißt es vom gemeinnützigen Verein transparent: „Die Nettoerlöse aus den Getränkeverkäufen sowie Standgebühren der Aussteller, fließen zu 100% in das IGS-Vermögen ein und werden im Zuge der Gemeinnützigkeit zu 100% in unser Vringsveedel reinvestiert. Im Grunde unterstützen Sie also bei unseren Veranstaltungen, mit jedem getrunkenen Getränk, direkt die IGS e.V. und deren Projekte im Veedel und nicht den Profit von Eventveranstaltern.“

Man erklärt weiter, sich mit Zuschüssen und Mitgliedsbeiträgen und privaten Spenden zu finanzieren und betont: „Leider reichen in der heutigen Zeit diese Gelder nicht aus, um alle die anstehenden und für das Viertel wichtigen Projekte zu realisieren. Daher wird die IGS e.V. nach neuen Wegen suchen, um die finanzielle Basis zur Realisierung sicherzustellen.Die zusätzliche und immer parallel zum Feierabendmarkt auf dem Severinskirchplatz angedachte Antragstellung zur Durchführung des Feierabendmarktes auf dem Chlodwigplatz, begründet sich in der o.g. Notwendigkeit.

Alle Feierabendmärkte werden DIREKT von der IGS e.V. betrieben (Hier wird kein gewinnorientierter Eventveranstalter zwischengeschaltet).

Die Nettoerlöse aus den Getränkeverkäufen sowie Standgebühren der Aussteller, fließen zu 100% in das IGS-Vermögen ein und werden im Zuge der Gemeinnützigkeit zu 100% in unser Vringsveedel reinvestiert. Im Grunde unterstützen Sie also bei unseren Veranstaltungen, mit jedem getrunkenen Getränk, direkt die IGS e.V. und deren Projekte im Veedel und nicht den Profit von Eventveranstaltern.“

Ist damit alles gesagt? Aus Sicht mancher Nachbarn ist das offenbar wünschenswert.

„Als Bewohner des Vringsveedels seit nunmehr 20 Jahren geht mir der Hickhack der IG ABC sowie der IG IGS zusehens auf den Keks. Mit der Klopperei um den Weihnachtsmarkt hat es angefangen und nun geht es weiter um den Feierabendmarkt. Reißt euch mal zusammen und hört auf gegeneinander zu arbeiten. Vielleicht schließt Ihr Euch einfach mal als IG BCS oder so zusammen ? Damit wäre allen geholfen. Vor allem den Geschäften und Anwohnern“, heißt es von einem Unser beispielsweise in einer entsprechenden Veedels-Gruppe.

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