
Köln | Wie man in den Wald hineinruft. . .
Auffällige Aktion in der Kölner Hans Schäfer Südkurve im „kleinen Derby“ gegen Bayer Leverkusen.
Immer wieder machen die Fans bekanntlich mit aufwändig inszenierten Choreographien und überdimensional großen, wechselnden Bannern in oft derbem Ton auf Themen aufmerksam, die sie aktuell bewegen.
Und nun am Samstag schossen die Ultras gegen einen Karnevals-Sänger!
Der Hintergrund offenbar: JP Weber hatte mit seiner – in einem Interview mit der Kirchenzeitung – öffentlichen Kritik am FC-Gottesdienst im Kölner Dom für Aufsehen gesorgt: „Was ich in dem Zusammenhang übrigens absolut nicht akzeptiere, ist ein FC-Gottesdienst, bei dem die Leute mit Bierdosen in der Hand in unserem Dom stehen und die FC-Hymne grölen. Das geht gar nicht.“
Gegenüber Koeln0221 hatte der Redner und Musiker uns gegenüber seine Meinung wiederholt und nachgeschoben: „Es waren ja nicht „alle“, dennoch ist es ein Bild, das sich nicht gehört – da müsste meinem Verständnis nach jeder der Fans darauf achten, dass sich die Gemeinschaft dem Ort entsprechend verhält. Soziale Verantwortung.“

Das Echo blieb darauf nicht aus.
Da sind zum einen die Anhänger wie z.B. Martin Schlüter, die Weber Recht geben und den FC-Gottesdienst für eine Kommerzveranstaltung halten. Aber da gibt es auch solche, die sich empören und auf den Schlips getreten fühlen.
Und deren Konter blieb im RheinEnergieSTADION nicht aus. So erschien Mitte der ersten Halbzeit ein großes weißes Banner im Block, auf dem zu lesen war: „Jörg Peinlich Weber. B… dir jet, du Z-Promi!“
Das harte Banner ist die nächste Reaktion, nachdem schon in Fanforen in den sozialen Netzwerken der Sänger gescholten wurde.
Klar ist jetzt in jedem Fall und unmissverständlich deutlich geworden: Freunde im FC-Block hat sich der stets auf der Bühne bissig kommentierende Weber mehrheitlich nicht gemacht. . .