
Köln | Das Herz!
Ausgerechnet fast genau auf den Tag fünf Jahre nach „Karate Jacky“! Der nächste Protagonist und Zeitzeuge des legendären „Chicago am Rhein“ hat das Zeitliche gesegnet.
Nach Informationen von koeln0221 ist „Die Botteram“ („Das Butterbrot“) verstorben.
„Unglaublich, ich habe erst vor zwei Wochen noch mit ihm telefoniert, da war bei ihm alles gut“, so Szene-Insider Roland Bebak, der die Geschichten des Milieus in Buchform mit „Wenn es Nacht wird in Köln“ bekanntlich herausgebracht hat.
„Manni“ Manfred Schall, Spitzname: „Die Botteram“ betrieb einst die bekannte Diskothek „Le Bateau“ auf dem Hohenstaufenring, war umtriebig im Milieu zu den Spätausläufer-Zeiten des berüchtigten Chicago am Rhein unterwegs, hielt sich aber tunlichst gern im Hintergrund.
Manfred Schall führte einst das Le Bateau am Ring
Zuletzt soll Botteram in einer Therme sogenannte Hausmeister-Tätigkeiten ausgeübt haben und der Mann fürs Grobe im weißen Bademantel gewesen sein.
Bebak: „Er galt als ein Gesundheitapostel, der hat eben auf seine Gesundheit gepocht und hat immer alle Vitaminkuren gemacht, weil das für ihn immer allerwichtigste war, gesund zu sein.“
Offenbar wurde dem glatzköpfigen Botteram nun eine verschleppte Bronchitis, die in einem Herzinfarkt müdete, zum Verhängnis.

„Er hat mit Freunden noch zusammen was gegessen zusammen und dann haben die gesagt: Pass auf, Komm ins Krankenhaus“, hat Bebak erfahren, „Ihm wurden fünf Stents gesetzt und dann wurde ihm schlecht. Gestern ist er eingeschlafen.“
Wer ist von den Originalen von einst eigentlich noch übrig?
Als ältester noch lebender Protagonist des Milieus ist Willy Taylacher noch da, dazu Anton Claaßen „der Lange Tünn“, der im Le Bateau von Botteram auch einst als Türsteher agierte. Dazu Hermanns Tünn „De Ax“, Schmidte Udo, Piccolo-Lore, „Keddy“, Der „Lange Joe“, und Schäfers Nas´Witwe Petra.