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März 11, 2026
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Festival-Hammer: Kultrocker (76) vor Sensations-Auftritt!

Köln | Er ist heiß und (beinah) ganz der Alte. . .

„Mir geht es gesundheitlich ganz gut, meine Probleme mit der Leber haben sich erledigt. Wir spielen ca. 30 Auftritte im Jahr“, sagt Hans-Jürgen Zeltinger (76), als ihn koeln0221 am Mittwoch Mittag erreicht.

Die Motivation beim Kultrocker ist riesig. Denn „de Plaat“ erfüllt sich im August einen lang gehegten Traum, über den der Ksta zuerst berichtete. Zeltinger tritt beim legendären Open Air-Wacken-Festival auf.

„Ich freue mich riesig drauf, auch wenn manche Weggefährten von einst das nicht mehr miterleben können. Ich sage ja immer wieder: Es wird nach all den Jahren endlich mal Zeit“, so das Unikat aus Köln-Vogelsang, der die kölsche Musikszene jahrzehntelang prägte und noch immer auf der Bühne trotz aller gesundheitlicher Beeinträchtigungen (u.a. Diabetes) mit seinem Spannmann Dennis als „Asi mit Nowoh“ weiterhin Gas gibt.

Auch für die Zeit des „Chicago am Rhein“ ist Zeltinger bis heute ein authentischer Zeitzeuge.

Dem Autor Markus Krücken schilderte er für die Milieu-Chronik „Wenn es Nacht wird in Köln“ mal eine Anekdote von einst in seiner urtypischen Art, die wir an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen. . .

War Köln eine gefährliche Stadt damals?

JÜRGEN ZELTINGER: Ach was. Nein. Wer sich auskannte, hatte nichts zu befürchten. Aber so genannte Ausländer, wenn die auf Weltmeister machen wollten, bekamen aufs Maul. Aber an und für sich habe ich nie größeres Theater erlebt. Klar, beim Saufen nachts gibt es immer schon mal Schlägereien. Aber es hielt sich alles im Rahmen.

Wie war Schäfers Nas, was war das für ein Typ?

Nett. Sehr nett.

Wirklich?

Ja, da kann ich eine Episode erzählen. Eine Zeit lang hat er beim Blatzheim als Portier gearbeitet. Im „Story Will“ gab es so einen Beat-Keller. Auf jeden Fall: Ich war tagtäglich Kunde dort, war allerdings erst 14 Jahre. Für mich war Breakdance jeden Tag das größte. Und ich war natürlich ein kleiner Rowdy.

Beim Labamba-Tanzen wurde sich gerne geschubst. Der Sperling war der Besitzer damals, und an einem Sonntagnachmittag passierte es dann. Wir waren uns am Verhauen, es war eine gesunde Rauferei, nicht wie heute, wo sich die Leute direkt zerschlagen. Und was passierte? Der Sperling holte den Hein.

Das war ein Untier. Der kam in den Keller runter, stellte sich vor mich, stupste mich an: „Hörens, wat mäst du dann he?“ Da sage ich mit meinen 14 Jahren: „Was willst du dicke Sau dann?“ Da luurt der mich an, hat mich am Nacken gepackt und buchstäblich rausgetragen. Auf die Straße. „Hau ab“, war das letzte, was er sagte.

Zwanzig Jahre später war ich mit dem Tommy Engel mit dem Motorrad im Rheinauhafen. Hein hatte da das Schiff liegen. Und er hatte seine zwei Rottweiler. Ekelhaft. Wir kamen irgendwie ins Gespräch. „Kennste mich eigentlich noch?“, fragte ich ihn. „Klar dat. Ich vergesse nie was“, sagte Hein. „Warum hast du mir damals eigentlich keine geknallt“, fragte ich ihn. Hein sagte trocken: „Sperling sagte, du bist erst 14“, sagte die Nas. Er hatte es wirklich nicht vergessen.

Wie war’s im Klein Köln, wo du auch oft verkehrt hast?

Es kam darauf an, wie man sich benahm. Wenn man besoffen war und frech wurde, gab es schnell aufs Maul. Einmal habe ich da selbst eine Art Mafia-Film erlebt. Ich kannte ja den Beckers Schmal, und einmal hatte ich finanzielle Not: „Ich brauche ein paar Mark, kannste mir Geld leihen?“ Er sagte: „Komm am Donnerstag vorbei, dann gucken wir weiter.“

Es ging um eine größere Summe. Also kam ich am Donnerstag da an. Da hatten die mit ihrem FC Johnny ja immer Versammlung. Der Raum hinten durch war abgetrennt. Ich musste draußen warten. Auf einmal kam einer raus: „Kumm erin.“ Ich musste mich vor einen Tisch stellen, da saßen zwanzig Mann dran, unter anderem der Flohe.

Am Kopfende saß der Dicke, der Beckers Schmal. „Wir haben zusammen beschlossen, du kriegst das Geld. Hier ist es.“ Das war filmreif. Wie die da alle saßen. Im Trainingsanzug. Ein Bild für die Götter. Okay, ich bekam das Geld, und es war alles klar. Ohne Zinsen, nichts.

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