
Köln | Es ist das Motto einer 1992 entstandenen Kölner Kampagne gegen rechte Gewalt, die sich ihren Namen machte und Weg bahnte. Und wohl jeder Kölner kennt es.
Der Verein „Arsch huh“, hervorgegangen aus dem legendären Konzert vom 9. November 2002, als sich 100.000 Menschen aus der gesamten Region rund um den Kölner Chlodwigplatz in der Südstadt zu einer der größten Kundgebungen, die die Stadt je gesehen hatten, versammelten, engagiert sich seit über 30 Jahren gegen Neonazis, Rassismus und Ausgrenzung und setzt sich für eine solidarische Stadtgesellschaft ein.
Karl Wachtel war einst der AGAH Geschäftsführer
Doch nun trauert die seit jeher in Köln überaus bekannte und populäre Bewegung um einen ihrer frühesten Mitstreiter, der vor mehr als 33 Jahren eine wichtige Rolle in ihrer Anfangsphase spielte und beim Aufbau einer professionellen Struktur maßgeblich mitwirkte.
Auf der Homepage von Arsch huh heißt es in Gedenken an den einstigen Geschäftsführer Karl Wachtel (†75) nämlich: „1993 war Karl Wachtel bei Arsch Huh als Geschäftsführer tätig, der die damaligen Aktivitäten koordiniert hat und uns erfolgreich ein Stück durch diese wilden Zeiten begleitet hat.“

Und weiter heißt es über den Mann, der bei einem Kölner TV-Sender tätig war: „Ab diesem Zeitpunkt ging es nicht mehr nur gegen Rassismus und Neonazis, sondern zudem um eine verantwortungsvolle Stadtgesellschaft, um „ein offenes, tolerantes, solidarisches Köln“ und gegen Rechtspopulismus. Hierfür setzte sich Karl sehr persönlich immer wieder ein und hat dieses Bild mitgeprägt. Er wird uns immer im Gedenken bleiben.“
In den sozialen Netzwerken kondolierten einige User bereits aufrichtig und würdigen die Verdienste des früheren Organisators um das Projekt. „Oh Mann, wieder von den Guten, es war immer ein Vergnügen mit dir zu quatschen“, heißt es von einem Kommentator stellvertretend.