
Köln | Es ist ein Veedel, das leidgeprüft ist und scheinbar nicht zur Ruhe kommen kann. . .
Zuletzt erst das Theater um die Sperrung der Mülheimer Brücke, das zum Glück nur von kurzer Dauer war.
Doch jetzt warnen Anwohner in Köln-Mülheim warnen nach dem geplanten Rückbau der Straßenbrücke „Am Flachsrosterweg“ vor neuem, möglicherweise chronischem Verkehrs-Stress!
Der Widerstand in Köln-Höhenhaus und -Mülheim wächst – aus Sicht der Anwohner wegen massiver Verkehrsprobleme und Sicherheitsrisiken.
Denn: Nach aktuellen Planungen soll die aktuelle Brücke abgerissen und durch eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke ersetzt werden.
„Dies hätte zur Folge, dass der gesamte Individualverkehr zukünftig ausschließlich über die Berliner Straße geführt werden würde“, heißt es in einer Aussendung, „Diese ist bereits heute stark ausgelastet. Besonders in den Morgen- und Abendstunden kommt es im Bereich Flachsrosterweg/ Berliner Str. regelmäßig zu erheblichen Staus.

Übertölpeln Egerer und Co. die Nachbarn im Veedel?
„Unsere Siedlung wäre praktisch nur noch über eine einzige Straße erreichbar“, wird ein Anwohner anonym zitiert. „Das ist für die Größe des Gebiets nicht tragbar.“
Kritisch sehen die Bewohner vor allem:
– die zusätzliche Belastung durch Pendlerverkehr (komplexe Verkehrssituation durch Zebrastreifen, Ausfahrt REWE, Vorfahrtsstraße, Radweg und Ampelschaltung)
– mehrere Kitas und Schulen, Berufskolleg, Fußballplatz, Kirchen und Seniorenheim (!) im Umfeld
– mögliche Verzögerungen für Feuerwehr/ Polizei bei Einfahrt in die Siedlung mit dramatischen Folgen

– RTW-Einsätze derzeit meist über diese Brücke aus Stammheim kommend
– die Bruder-Klaus-Siedlung und die Siedlung Schönrath werden verkehrstechnisch voneinander abgeschnitten (und somit von Kitas, Schulen, Kirchen)
Conclusio der Depesche: „SPD und CDU in der Bezirksvertretung haben sich gegen die geplante Maßnahme ausgesprochen und fordern eine Lösung in Form einer Brücke für zumindest einspurigen Individualverkehr. Wir haben große Sorge, dass das Mobilitätsdezernat sich jetzt hier über den Willen der Bewohner und der Politik hinwegsetzt.“
Ascan Egerer (seit 2022 Beigeordneter für das Dezernat III – Mobilität der Stadt Köln) und Co. bekommen also Gegenwind für die Maßnahme. die Entwicklung bleibt spannend. . .