
Köln | Nanu, was war denn da los?
Wirbel auf der Leyendecker Straße mitten in Köln-Ehrenfeld am Donnerstag Nachmittag.
Polizei war vor Ort, die Zufahrt gesperrt.
Grund war eine weitere Demo von Aktivisten, die für den Erhalt des „internationalen Kiosk“ vor Ort kämpfen. Motto: „Azads Kiosk bleibt!“
Der Express hatte zuerst berichtet, dass Büdchen-Mann Azad Hawrami (65) unter Druck geraten ist. Gegen ihn wurde von Seiten seines Vermieters nämlich inzwischen eine Räumungsklage eingereicht – dieser widersetzt er sich und kämpft um seine Existenz.
Seit Monaten zieht sich die Sache nun schon hin. Doch er gibt weiterhin nicht auf und weiß auch prominente Supporter hinter sich und auf seiner Seite.
Freunde mit nächster Aktion für internationales Kiosk
Seine Unterstützer setzten nun mit der Demo im Veedel das nächste lautstarke öffentliche Zeichen des Protests direkt vor Ort am Neptunplatz.
In den sozialen Netzwerken war die Demonstration „gegen die Räumungsklage“ zuvor bereits angekündigt worden.
Ebenso wurde dort dazu aufgerufen, zur Gerichtsverhandlung infolge der Räumungsklage, die inzwischen auf den 27. August am Amtsgericht terminiert ist, zu kommen: „Jetzt wird es ernst“, heißt es.
Mittels QR-Code kann man als Support gleich noch für die Gerichtskosten spenden. „Für den Erhalt von Azads Kiosk. Für Räume sozialer Begegnungen. Für günstigen Wohnraum für Alle. Für ein Veedel ohne Nazis und Rassismus“, heißt es ferner dazu.
Bereits im März hatten sich viele Freunde und Nachbarn solidarisiert und in Form von Unterschriften für eine Online-Petition und durch Teilnahme an einer Demo vor dem Bezirksrathaus Ehrenfeld (16. März) mobil gemacht.