
Köln | Es ist eine Entscheidung, die überrascht.
Nicht, weil der Kölner Stadt-Anzeiger wissentlich die Ente aufs Wasser gesetzt und seine komplette Ahnungslosigkeit so dokumentiert und DuMont blamiert hätte.
Die peinliche Falschmeldung, im Nachhinein natürlich einfach gesagt, ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden FC-Fans.
Denn: Said El Mala (19) hat in seiner Debüt-Saison in einer meist schlechten Bundesliga-Mannschaft – mit einem lange Zeit wirren Coach, der ihn ja kaum von Anfang an brachte – dafür gesorgt, dass diese in der Liga bleibt.
Er hat dafür keine Elfmeter gebraucht.
Er ist nach Stuttgarts Deniz Undav von allen Pass-Deutschen der beste Scorer – und/aber seine Leistung in dieser Konstellation wird von Julian Nagelsmann nicht honoriert.
Am Ende traf er nach einem 50 Meter-Solo bei den Bayern.
Was hätte mehr als letzten Beweis mehr tun können?
Der vom Kölner Volker Struth beratene Bundestrainer nimmt lieber die seit Jahren desolate Galatasaray-Diva Leroy Sane oder BVB-Mitläufer Maximilian Beier in den Kader.
Muss man das verstehen?
Ich finde: Nein.
Ehrliche Leistung wurde nicht belohnt.
Schlecht für den FC, denn eine WM-Teilnahme hätte den Marktwert El Malas – auch mit „Maskottchen“-Status wie Alibi-Weltmeister Lukas Podolski 2014 (53 Spielminuten) – immens gesteigert.
„Gut“ aber auch nicht wirklich auf der anderen Seite: Vielleicht scheitert Nagelsmann wie so oft mal wieder – und dann schreien alle: Der El Mala wäre es in der Situation gewesen! Dann kriegt er seine Chance unter dem Nachfolger.
Darauf die Faust in der Tasche ballen – oder den Anti-Aggro-Knautschball in der Seitentasche kneifen, wie es manche tun, die sich mit Boulevard-Zeitungen ins Bett legen. . .
Am Ende interessiert die Diskussion leider eh keinen mehr.
Autor Markus Krücken ist FC-Fan und begleitet den FC wie den DFB seit vielen Jahren.