
Köln | Jetzt geht es ab!
Neu aufgestellte Schilder hatten es angekündigt.
Nun ist es offiziell!
„Die Straßenbrücke „Am Flachsrosterweg“ in Köln-Höhenhaus, die die Gleise der Deutschen Bahn (DB) quert, wird während der derzeitigen Generalsanierung und damit verbundenen Sperrung der DB-Strecke Köln – Wuppertal zurückgebaut“, hieß es in einer Aussendung der Stadt Köln vom Dienstag Nachmittag, „Die Einrichtung der Baustelle erfolgt hierfür ab Montag, 18. Mai 2026.“
Die Brücke aus dem Jahr 1967 weise insbesondere an den Konsolen, auf denen die Fahrbahnplatte aufliegt, erhebliche Schäden auf, die die Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit gefährden.
Es wurde bekanntgegeben: „Eine Instandsetzung der in die Jahre gekommenen Brücke ist wirtschaftlich nicht darstellbar, deshalb muss sie während der aktuellen Sperrung der Bahngleise abgerissen werden. Ein Abriss außerhalb der aktuellen Sperrpause der DB-Strecke würde hohe Zusatzkosten für den Schienenersatzverkehr zwischen Leverkusen und Köln zu Lasten der Stadt Köln verursachen.“

Bitter für die Anwohner, die seit Wochen gegen die Pläne der Verwaltung protestiert hatten und auf eine einspurige Lösung gebaut hatten.
Ihre Demos und alle vorgetragenen Einwände waren letztlich für die Katz.
Denn: „Sowohl die von der Bezirksvertretung Mülheim beschlossene Kfz-Behelfsbrücke als auch die vom Dezernat für Mobilität der Stadt Köln vorgeschlagene provisorische Fuß- und Radwegebrücke können in der verbleibenden Sperrzeit der DB bautechnisch nicht mehr umgesetzt werden.
Die Verwaltung wird die Verkehrssituation nach Entfall der Brücke beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung dieser umsetzen.
Die Stadt plant einen Neubau der Brücke, die dann wieder vollumfänglich für den Verkehr zur Verfügung steht. Planmäßig steht die nächstmögliche Sperrpause der DB, voraussichtlich im Jahr 2032, für den Neubau zur Verfügung. Über den Neubau der Brücke müssen noch die politischen Gremien entscheiden.“
Wirklich?
Die Initiative ihrerseits meldete sich am Abend zu Wort. Und schoss scharf zurück.
Da gibt es Kasalla! Vorwurf: Aussitzerei von Seiten des Dezernenten Egerer – und Verharmlosung der ihm hörigen Schreibtisch-Gesellen.
Vorwurf: Hat Dezernent Egerer Anwohner genarrt?
„Herr Egerer hat das Thema auf Kosten der Anwohner im rechtsrheinischen Köln einfach ausgesessen. Er verbreitete immer wieder Unwahrheiten, so liegen wir derzeit absolut in„seinem“ Zeitplan für sein Objekt.
Das Einzige, was sich seit den Protesten von Kommunalpolitik und Anwohnern geändert hat, ist, dass er den Beschluss für die Fußgänger- und Fahrradbrücke nicht bekommen hat, sondern dass die Bezirksvertretung 9 (einstimmig!) einen anderen Beschluss gefasst hat, der eine einspurige Autobehelfsbrücke vorsah. Er hat seine immer wieder formulierte Drohung „dann gibt’s eben gar nichts“ wahrgemacht.“
Starker Tobak!

Weiter heißt es: „Wir haben selbst mit der Brückenfirma Kontakt aufgenommen, hier wurde uns bestätigt, dass alle vier Brückenvarianten, welche dem Beschluss anhängig waren, in der vorgesehenen DB-Sperrzeit realisierbar sind.
Herr Egerer hat am Ende keinen politischen Beschluss für seine geplante Maßnahme bekommen. Er hat unzählige Fristen verstreichen lassen, Politik und Bürger bis zum etzten Tag außen vorgelassen. Er reißt nun völlig verantwortungs- und planlos einfach ab.
Mittlerweile ist ganz Köln entsetzt. Die Fehlplanung von Dezernent Egerer muss schleunigst korrigiert werden! Wir fordern die Verantwortlichen zu pflichtbewusstem Handeln auf!
Die Behelfsbrückenkonstruktion und die Sanierung der Brückenköpfe können im laufenden DB-Betrieb zu Ende gestellt werden. Für das Aufsetzen der Brücke ist eine nächtliche Sperrung ohne große Kosten laut DB möglich!“
Es lebe die Demokratie. . .