
Köln | Es ist ein Politikum, das die Stadt seit geraumer Zeit bewegt. Und wohl noch weiterhin bewegen wird. . .
Der Rat der Stadt Köln entscheidet am 12. Mai 2026 über den Bau des Suchthilfezentrums am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße.
Das zukünftige Angebot des Suchthilfezentrums ist für drogengebrauchende schwerstabhängige und damit schwerstkranke Menschen gedacht.
Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen, den Betrieb soll ein externer Träger übernehmen. Ursprünglich hieß es, der Bau koste rund 8,72 Millionen Euro, solle an einen Totalunternehmer vergeben werden. Doch wie Radio Köln berichtete, wird das Ganze wohl erheblich teurer . . .
Wegzug vom Neumarkt nur eine Verlagerung?
Oberbürgermeister Torsten Burmester steht laut Aussendung der Stadt hinter dem Plan: „Mit dem Suchthilfezentrum verfolgen wir mehrere Ziele: Wir können dort schwerstsuchtkranken Menschen besser helfen und eine bedarfsgerechtere Unterstützung anbieten.
Gleichzeitig wollen wir den öffentlichen Raum entlasten und dem berechtigten Wunsch der Kölnerinnen und Kölner nach mehr Sicherheit und Sauberkeit Rechnung tragen. Ich bin froh, dass der Rat nach dem Planungsbeschluss nun auch den Baubeschluss fassen wird und wir das Zentrum damit schnellstmöglich eröffnen können.“
Doch kommt das auch so?
Die IG Pantaleonsviertel um den Vorsitzenden Andreas Zittlau, die seit Bekanntwerden der Pläne dagegen protestiert, will noch lange nicht aufgeben.
Sie mobilisiert für einen Infoabend am Dienstag (28. April) und eine erneute Demo in der Südstadt, am 9. Mai kurz vor der Sitzung des Stadtrats.
Tenor der Protestler, bei denen es nach Informationen von koeln0221 selbst untereinander Querelen gibt: Noch sei nichts entschieden. Es gebe ja auch noch den Klageweg.
Denn das Problem der Drogenszene in der City würde nicht gelöst, sondern in ein bislang unbelastetes Schul- und Wohnviertel verlagert.
Man wolle daher die Rote Karte zeigen.