
Köln | Ein starker Junge in der Stadt weniger!
Und das so wenige Tage nach der weltweit größten Fitness-Messe in Köln, der FIBO.
Freunde aus dem „World Gym“ am Bonner Wall sind untröstlich, denn sein Herz hat aufgehört zu schlagen.
„Er litt an Herzinsuffizienz“, sagt ein Kollege, der oft mit ihm gemeinsam die Hanteln bis zuletzt stemmte, zu koeln0221, über den verstorbenen Dieter Pilch, „zuletzt wurde er palliativ behandelt. Aber das unter 60 Jahren – ist einfach ein Schock. Er war wie er war, der Dieter war eben der Dieter.“
Dieter Pilch galt in Kölner Südstadt als Fitness-Original
Stets braungebrannt und den Bizeps bis zum Anschlag aufgepumpt, dazu mit einem kernigen Lächeln im Gesicht. Doch das Herz machte nun nicht mehr mit.
Das Herz eines erfolgreichen Wettkampf-Bodybuilders! „Zu seinen größten Erfolgen zählt der Titel als Gesamtsieger der Männer-Athletik bei der NAC Universum 2007“, im Rekord heißt es: „Er wird als einer von nur fünf deutschen Teilnehmern geführt, denen diese Leistung in der gewichtsbegrenzten Kategorie gelang.“

Wann immer es ging, sah man den Rodenkirchener Pilch im Gym – meist früh morgens – diszipliniert trainieren und sein Programm abspulen.
In seinen Glanztagen scheute er keine Bühne, suchte das Adrenalin des Wettkampfs und den Geruch des Eisens, wann immer es eine abkömmliche Minute hergab.
In seiner Freizeit gab der Biker außerdem auf den Straßen der Region Vollgas. Ein Leben im Gym und auf der Überholspur. Ein kölsches Original weniger, um das die Nische im Kraftsport der Stadt nun perplex trauert.
„Er war schon früher im Bodyshop ja Stammgast. Es ist einfach traurig, wie nahe die Einschläge inzwischen sind“, so Roland Bebak vom World Gym, der nach dem Tod von Alfred König den nächsten Stammgast-Verlust in der Südstadt verkraften muss, Dieter hatte wie jeder Mensch seine Momente und Aufs und Abs, seine komplette Familie war bei uns stets trainieren. Ein kölscher Junge ist nicht mehr, soviel ist sicher.“