
Köln | Was muss erst noch alles passieren. . .?
Es beklagen sich Unternehmer im ganzen Veedel seit mehr als einem Jahr wegen zugeklebter Schlösser und Scheiben.
Passanten wegen mutwilligen Beleidigungen auf offener Straße. Und erst recht die Nachbarn im „Haus der Angst“ in der Südstadt, wo „Scheibenschmeisser“ Stefan S. sein Unwesen treibt.
Am Montag (13.4. 2026) hätte der offensichtlich (traurigerweise) psychisch schwer kranke, notorische Vandale wegen der zugestellten fristlosen Kündigung aus seiner Wohnung ausziehen müssen (wir berichteten).
Doch diese besetzt der Kahlkopf seitdem einfach weiter. Und ein neuer Vorfall erzwingt die nächste Flucht aus dem „Haus der Angst“.
„Ja, eine Nachbarin, die lieber nicht selbst sprechen mag, zieht nach nur wenigen Wochen wieder aus. Der Mann hat wohl gegen ihre Tür geschlagen und gegen die Fenster, begehrte als „Verantwortlicher des Hauses“ Einlass. Dazu hat er im Hof wieder die Mülltonnen auf – und zugeschlagen und brüllend versucht Gespräche mit ihnen zu führen. Der Frau war die Vorgeschichte beim Einzug offenbar verschwiegen worden, sie geht raus“, sagt Nachbar Oliver K. gegenüber koeln0221.
Kölner Staatsanwaltschaft verweist auf Aktenlage
Auch die Vermieterin von S. weiß nicht weiter, hofft nur darauf, dass bald das Gesetz seinen Gang nimmt und Polizei und/oder Gerichtsvollzieher vorstellig werden.
Sie sagt, sie habe bereits im Oktober eine Aussage bei der Staatsanwaltschaft in der Sache gemacht und sei vertröstet worden, es werde eine zeitnahe Einweisung des Mannes geprüft. Der Mann verfolge sie derweil bis daheim nach Wesseling, sei ihr mitunter sogar vors Auto gelaufen, drohe mit Gewalt.
Auf unsere Nachfrage zum Fall S. erklärt ein Sprecher für die Kölner Staatsanwaltschaft am Freitag Nachmittag (17. April): „Ich kann bestätigen, dass zu dem von Ihnen in Bezug genommenen Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft Köln ein Ermittlungsverfahren geführt wird.

Dem Beschuldigten wurde zwischenzeitlich ein Pflichtverteidiger beigeordnet. Die Ermittlungen in dem umfangreichen Verfahren mit einer Vielzahl von Fallakten dauern an. Derzeit wird der Eingang einer Stellungnahme des Verteidigers abgewartet.“
Eine unbefriedigende Situation aus Sicht der betroffenen Nachbarn im Haus und die leidgeprüfte Unternehmerschaft im ganzen Veedel.
Der Sprecher ferner: „Weitere Angaben zum konkreten Sachstand des Verfahrens kann ich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Wann mit einem Abschluss des Ermittlungsverfahrens zu rechnen ist, kann derzeit nicht realistisch prognostiziert werden.“
Er regt daher eine erneute Anfrage in dieser Sache an.
„In etwa zwei Monaten“.