
Köln | Er ist eines der bekanntesten Bütt-Gesichter über viele Jahrzehnte gewesen.
Und verzückte und erfreute als „Ne bergische Jung“ die Säle im kölschen Fasteleer und Umgebung.
Willibert Pauels (71) ist bekanntlich genauso ein Mann der Kirche und römisch-katholischer Ständiger Diakon im Erzbistum Köln, verbindet Humor mit Seelsorge.
Wie empfindet der sogenannte „Diaclown“ da in seiner Rolle und Funktion eigentlich da die derzeitige Diskussion um die Postings von US-Präsident Donald Trump? In Bildmontagen sah man Trump zuletzt als eine Jesus ähnelnde Figur bei einer Art Krankenheilung. Weltweit sorgte das für Empörung.
Er selbst erklärte auf Nachfrage dazu, sein gepostetes Selbstbildnis zeige ihn nicht als Jesus, er habe gedacht, das Bild zeige ihn „als Arzt“. Dann legte er ein weiteres KI-Motiv nach.
Büttenredner Willibert Pauels über den US-Präsidenten
Es wird also immer skurriler. Ne bergische Jung als Vertreter der Kirche hat dazu seine eigene Meinung, sagt zu koeln0221: „Es ist natürlich im höchsten Maße lächerlich und fast schon krankhaft, wie Trump in seiner maßlosen Egozentrik agiert. Beleidigt bin ich nicht; denn seine Selbstinszenierung ist so absurd, daß man nur drüber lachen kann.“

Der Wipperfürther Pauels weiter: „Tragisch ist allerdings, daß es sich um einen der mächtigsten Männer der Weltpolitik handelt. Aber, wie sagt der Rheinländer: „Et jütt nix, wat so schlääch es, dat et nich för jätt joot wör.“
Nämlich: „Die zunehmend pathologischen Äusserungen Trumps, lassen selbst bei seinen Anhängern zunehmend Verstörung zurück, so daß die Chancen, daß er die Midterm-Wahlen verliert, mit jedem seiner Posts steigen.“
Der wirre US-Präsident und der Kölner Karneval. Schon im Rosenmontagszug war Trump mit einem eigenen Persiflage-Wagen, der ihn mit entblößtem Hinterteil zeigte, verspottet worden.
Nun lieferte er offenbar quasi die nächste Steilvorlage für neue Verhohnepiepelungen. . .