
Köln | Bahnt sich da eine „Battle“ virtueller Art an?
Der Anstoß ist auf jeden Fall gemacht. Denn am Dienstag morgen war auf der Seite von „Chlodwigplatz Köln“ ein Posting zu lesen, das es in sich hat.
Und zwar offenbar „wütend“ verfasst.
„Finde den Fehler“, heißt es da, „Seit 2024 veranstaltet die IG ABC (www.abcsuedstadt.de) den Feierabendmarkt auf dem Chlodwigplatz.
Mit Herzblut, ehrenamtlichem Engagement und echter Veedelsarbeit.
Gut besucht. Beliebt. Etabliert.
Die nächsten Termine: 24.04., 29.05. und 26.06. Seit 2024 betreibt die IG Severinsviertel e.V. (IGS) den Feierabendmarkt auf dem Severinskirchplatz. – laut eigener Darstellung: erfolgreich, gut besucht, alles bestens.
Name: Em Vringsveedel an enem Desch Und jetzt? Plötzlich will die IG Severinsviertel e.V. auf den Chlodwigplatz. Begründung: Severinskirchplatz läuft schlecht, Umsätze sind mies, Der Platz sei nicht geeignet.
Konsequenz: Drei Veranstaltungstage ab Juli werden der ABC entzogen.“
Termine geklaut? Initiativen im Veedel im Clinch
Doch das sei nicht alles.
Denn: „Und jetzt wird’s wirklich interessant: Der angeblich „ungeeignete“ Severinskirchplatz wird plötzlich doch weiter betrieben. Nur nicht mehr als „Feierabendmarkt“, sondern unter neuem Namen: „Schlemmern & Schwaade“
Tatsächlich ist ein entsprechend neues mithilfe der KI kreiertes Logo bereits in der Werbung und auf den Seiten der IG Severinsstraße veröffentlicht.

„Schlemmen & Schwaade – Der Feierabendmarkt auf dem Severinskirchplatz Jeden 3. Mittwoch im Monat ab April 15.04.2026 – Saisonbeginn! – Kölsch, Streetfood & more. Powered by Severinsviertel Köln“, wird es beworben.
Und das stößt ABC natürgemäß auf.
„Also nochmal ganz langsam: Platz ist schlecht – sagt man, Holt sich Plätze auf einem funktionierenden Markt, Und betreibt den „schlechten“ Standort einfach weiter – mit neuem Label. Finde den Fehler.“
Die IG ABC arbeite im Unterschied ehrenamtlich, binde Vereine und Initiativen ein und stärke das Veedel nachhaltig. Die IG Severinsviertel e.V. argumentier dagegen offen: „Wir müssen Geld verdienen.“
„Kann man machen“, so die Initiatoren, die sich offenbar ausgebootet fühlen, fast ein Stück verbittert: „Aber dann bitte ehrlich, transparent und nicht auf Kosten derer, die das Fundament gelegt haben. Wir sehen uns am 24.04., 29.05. und 26.06. auf dem Chlodwigplatz. Für echtes Veedel.“