
Hamburg / Köln | Es war wie so oft in dieser Spielzeit. Der FC zeigte eine couragierte Leistung, belohnte sich jedoch nicht mit dem Sieg. So war es auch am Samstagabend beim Hamburger SV.
- Der 1. FC Köln spielt beim Hamburger SV
- Said El Mala erzielt sein neuntes Saisontor für den 1. FC Köln
- Der 1. FC Köln hat wieder einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz
Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok war das bessere Team im Duell der Aufsteiger, der wichtige Dreier im Abstiegskampf gab es aber nicht. Zumindest holte der FC beim 1:1 einen Punkt.
Trotzdem ist die Situation weiter brenzlig. Aber durch das Remis darf der Coach am kommenden Wochenende im großen Derby gegen den Erzrivalen Borussia Mönchengladbach an der Seitenlinie stehen.
1. FC Köln: Hätten zwei Punkte mehr holen können“
„Wir hätten auch zwei Punkte mehr holen können. Wir haben durch die erste Chance das Gegentor bekommen. Das war schon ein Nackenschlag. Zum Glück ist die Mannschaft noch vor der Pause zurückgekommen“, analysierte Kölns Sportdirektor Thomas Kessler.
Mit dem zehnten geholten Auswärtspunkt der Saison hat der Aufsteiger als Tabellen-13. nun wieder einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, da der FC St. Pauli am Freitagabend in Mönchengladbach mit 0:2 verlor.
Es war keine hochklassige Begegnung, dafür umkämpfte und intensive Partie. Für beide Mannschaften ging es viel, ein Dreier und man würde im Kampf um die Rettung einen riesigen Schritt nach vorne machen. So müssen beide weiter um den Verbleib bangen.
Dabei ging der FC mutig zu Werke. Said El Mala hatte die erste große Gelegenheit für die Gäste, doch der Schuss des Kölner Flügelflitzers wurde in letzter Sekunde von Jordan Torunarigha ins Toraus befördert.
1. FC Köln kassiert Gegentor aus dem Nichts
Ansonsten gab es nur wenige Höhepunkte vor beiden Toren, so kam die Führung des HSV aus dem Nichts. William Mikelbrencis hebelte die FC-Defensive mit einem präzisen Pass in den Lauf von Fabio Viera aus, der Portugiese hob den Ball per Bogenlampe zum 1:0 für die Hamburger ins Netz (39.).
Doch die Kwasniok-Elf hatte eine direkte Antwort parat. Und wer war für den Ausgleich verantwortlich? Natürlich El Mala! Nach einer Ecke von Jakub Kaminski, verlängerte Rav van den Berg mit der Schulter und der 19-Jährige war per Kopf zur Stelle und mit seinem neunten Saisontreffer traf aus drei Metern ins Hamburger Gehäuse.
Es war das erste Tor El Malas per Kopf in der Bundesliga (45.). „Der war nicht so kompliziert reinzumachen. Wir haben das im Training häufiger probiert, deshalb bin ich froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, meinte der Kölner Torschütze erleichtert.
Kessler erhofft sich nach dem Erfolgserlebnis einen weiteren Schub seines Juwels: „Das Tor wird dem Jungen sicherlich gut tun.“
Nach der Pause kam der FC nach dem 1:1 mit mehr Elan und Selbstvertrauen aus der Kabine. Die Geißböcke übernahmen die Initiative, jedoch fehlte oftmals der finale Pass oder das Durchsetzungsvermögen im Strafraum.
Linton Maina verzog von der Strafraumgrenze
Der in der Halbzeit eingewechselte Linton Maina verzog jedoch aus 16 Metern, ansonsten gab es im ausverkauften Volksparkstadion kaum Strafraumszenen vor beiden Toren zu sehen. Denn auch der HSV war in der Offensive viel zu harmlos.
FC-Keeper Schwäbe brauchte in Halbzeit zwei erst in der Nachspielzeit gegen Otto Stange einmal eingreifen und sicherte so dem FC das Unentschieden. Auf der andren Seite flog der Kopfball von Eric Martel nach einem Freistoß von Florian Kainz knapp vorbei.