
Köln | So leicht kann Claudia Wecker nichts umhauen.
Die erfahrene Gastronomin und langjährige Inhaberin von Kölns ältestem Studentenclub „Das Ding“ nahe der Zülpicher Straße hat im Lauf der Zeit wohl so ziemlich sämtliche Kuriositäten im Nachtleben durch.
Doch was da am Freitag (13. März) in den Email-Eingang ihres Kultladens hereinflatterte, ließ selbst die taffe „Zülpi“-Größe für einen Moment ratlos zurück. Dann machte sie die gerade erhaltene „Bewerbung“ öffentlich.
„Suche für eine St. Wut am wohnende“ heißt es im Betreff bereits ziemlich rätselhaft. Doch dann kommt erst der offenbar per Iphone abgeschickte Inhalt: „Hey ich bin’s Eva habt ihr noch Ein Job frei Fortuna Kellnern frei“.
Gastro: „Das Ding“-Chefin macht E-Mail öffentlich
Von Zeichensetzung und Rechtschreibung keine Spur, inhaltlich wie orthografisch dürfte das „Anschreiben“ dieses Dööfchens jedes I-Dötzchen intellektuell beleidigen.
Wecker nahm die Respektlosigkeit mit Humor bzw. Sarkasmus und kommentierte die „Bewerbung“ entsprechend mit eigens eingebautem Fehler öffentlich zurück: „Willkommen bei unseren täglichen Schwierikeiten. Die hier ist zwar heftig, aber leider bekommen wir Bewerbungen solcher Art öfter. Auch von Studenten.“

Weiter bemerkt sie dazu im Ernst: „Bewerbung von heute. Kein Scherz.
Inhaltlich schon unterirdisch, aber keine Anrede, kein Gruß am Ende.
Ich möchte bitte 15 Euro Mindestlohn als Schmerzensgeld, wenn man so jemanden einstellen muss. Und das hier ist zwar speziell, aber kein Einzelfall! Aber ein IPhone kann sie ja bedienen. Wo ist bloß die Bildung hin? Ey Digga, nix Job für Dich. Rede!“
Aber was soll da noch kommen, was für Beispiele gibt es sonst noch? Die Das Ding-Chefin fast schon konsterniert: „So ist das heute. Kein Hallo, keine Umgangsformen, keinen Plan. Instagram und TikTok sind voll von Videos darüber.“
Meinen Manche wirklich, die Personalnot in der Kölner Gastro sei so akut, dass bei solchen unterirdischen „Bewerbungen“ der Daumen für Vorstellung oder gar eine Einstellung tatsächlich „stabil“ nach oben zeigt?
koeln0221 meint: Dann Gute Nacht, Du Land der Dichter und Denker. . .