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Kölner Kulturszene verliert „Meister in Diplomatie“(†79)

Köln | Er bekam diverse Ehrungen. Den Rheinlandtaler, den Hanns Schaefer-Preis, den Kölner Kulturpreis.

Nun ist er von uns gegangen und die Kölner Kulturlandschaft um einen gestalterischen Geist weniger.

„In großer Trauer nehmen wir Abschied von Dr. Peter Bach, dem Gründer des KunstSalon und des Kölner Kulturrats“, gab der Kölner Kunstsalon am Freitag den Tod Bachs überraschend bekannt.

Es heißt: „Als er vor über dreißig Jahren den KunstSalon gründete, konnte er nicht ahnen, was er mit seiner Idee erreichen wird. Die Künste, so seine feste Überzeugung, brauchen die Unterstützung der Bürgerschaft – und der KunstSalon mit seinen Möglichkeiten, die Künste zu fördern und einen Austausch von und  mit Künstler*innen zu ermöglichen, hat diesen Rahmen geschaffen.

Die ehemalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker bezeichnete ihn als „großer Beweger“ der Kölner Kulturszene, der mit der Gründung des KunstSalon und des Kölner Kulturrates maßgeblich das kulturelle Leben in Köln prägte.

Mit seiner großen Neugierde, mehr von den Künstler*innen zu erfahren, mit seiner großen Kraft, manchmal unmöglich Erscheinendes zu ermöglichen, und seiner Hartnäckigkeit und seinem Charisma, die Künste – und zwar alle Künste – zu unterstützen, hat er Großes geleistet. Sein Wirken für die Kölner Kultur kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Wir sind sehr traurig und vermissen mit ihm die starke Stimme für die Kultur. Die Gedanken sind bei ihm und seiner Familie.“

Auch von Seiten des Kulturrats kondolierte man: „Mit großer Trauer nimmt der Kölner Kulturrat Abschied von Dr. Peter Bach, Gründer des Kölner Kulturrats und leidenschaftlicher Kulturförderer, der die kulturelle Landschaft der Stadt über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.“

Denn: „Peter Bach hat die Kölner Kultur nicht nur begleitet, er hat sie mitgeschrieben. Dabei scheute er keine Auseinandersetzung: Wo andere abwägten, handelte er – direkt, lösungsorientiert und mit dem unbedingten Willen, etwas zu bewegen.

Peter Bach glaubte daran, dass eine lebendige Kulturszene nicht verwaltet, sondern aktiv gestaltet werden muss, von Menschen, die sich einsetzen, einmischen und Verantwortung übernehmen. Sein Engagement, seine Haltung und sein unermüdlicher Einsatz werden uns in Erinnerung bleiben.

Er wird uns sehr fehlen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“Dr. Bach wäre im Mai 80 Jahre geworden.

Bei koeln0221 erinnert auch Ex-Philharmonie-Intendant Louwrens Langevoort an ihn. „Peter Bach war eine Person, die die Fähigkeit hatte Neues zu initiieren und dabei alle Partner mit Würde dabei einzubeziehen. Ein Meister in Diplomatie und liebevolle Penetranz“, so der Maestro.

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