
Mannheim / Köln | Zwei Jahre lang war Justin Schütz der Publikumsliebling der Fans der Kölner Haie, erzielte in den beiden Spielzeiten 57 Tore für den KEC, ehe er vor dieser Spielzeit nach Mannheim wechselte. Und im Trikot der Adler tat der Stürmer seinen Ex-Kollegen weh.
- Kölner Haie verlieren bei den Adler Mannheim
- Kölner Haie verpassen es, den DEL-Punkterekord zu egalisieren
- Nur der Ex-Mannheimer Ryan MacInnis traf für Kölner Haie
Wie schon beim 5:2-Erfolg am 24. Oktober markierte Schütz am Freitagabend einen Doppelpack und sicherte den Kurpfälzern den am Ende klaren 5:1-Sieg gegen den Spitzenreiter.
Damit verpasste die Mannschaft von Kari Jalonen es vorzeitig, sich den DEL-Punkterekord der Mannheimer zu sichern. Die Haie aber aber noch am Sonntag im letzten Hauptrunden-Heimspiel in der Lanxess-Arena gegen die Eisbären Berlin (14 Uhr) sowie am kommenden Wochenende in Wolfsburg und Straubing die Gelegenheit, die drei Punkte zu sammeln.
Adler Mannheim kamen mit viel Elan aus der Kabine
Mannheim kam mit viel Elan und Offensivpower gegen die beste Mannschaft nach der Olympiapause aus der Kabine. Kristian Reichel setzte das erste Ausruhezeichen, als der Adler-Stürmer den Pfosten traf und Janne Juvonen danach den Nachschuss parierte. Nur Augenblicke später scheiterte Kris Bennett am Kölner Keeper.
Und die Haie? Der Tabellenführer kämpfte sich langsam in die Partie, war in der Folge das bessere Team und hatte durch Nate Schnarr die Möglichkeit zur Führung. Der KEC-Angreifer fand aber in Nationaltorwart Maximilian Franzreb seinen Meister fand.
Dementsprechend überraschend gingen die Gastgeber in Front. Und es war mal wieder ein ehemaliger Kölner, der die Adler zum 1:0 schoss. Justin Schütz, im vergangenen Jahr erfolgreichster KEC-Torschütze, überwand Juvonen mit einem Schuss über die Fanghand (15.). Nur wenige Sekunden darauf verhinderte der Finne das 0:2 gegen Reichel.
Parker Tuomie trifft die Latte für Kölner Haie
Die Haie schüttelten sich nach dem Rückstand und hatten kurz vor der ersten Sirene durch Parker Tuomie die Chance zum Ausgleich. Doch die Direktabnahme des Olympiafahrers rauschte an die Latte des Mannheimer Tores.
Nach der Pause blieben die Adler im Vorwärtsgang, verpassten aber mehrfach den zweiten Treffer nachzulegen. Verteidiger Lukas Kälble, Bennett sowie Reichen scheiterten an Juvonen. Auf der anderen Seite zeigten die Gäste ihre gnadenlose Effizienz durch Ryan MacInnis. Eine der wenigen Chancen nutzte der ehemalige Mannheime mit seinem zwölften Tor zum Ausgleich (36.).
Doch die Freude währte nur drei Minuten, dann schlugen die Adler binnen 14 Sekunden doppelt zu. Zunächst sorgte Bennett für die erneute Führung, der Jubel in der SAP-Arena war noch nicht verklungen, da traf Schütz zum zweiten Mal (39.).
Kölner Haie waren zu passiv im zweiten Drittel
„Wir waren zu passiv im zweiten Drittel. In den beiden Situationen waren wir zu schläfrig, deshalb liegen wir zurück“, meinte Juhani Tyrväinen frustriert.
Von den später Gegentreffern erholten sich die Haie nicht mehr. Die Adler stürmten weiter nach vorne und sorgten durch zwei schnelle Tore zu Beginn des dritten Drittels durch Brendan O`Donnell (43.) und John Gilmore (45.) für die Entscheidung.
„Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren, zu langsam gespielt und nicht unser normales Niveau gefunden. Wir haben versucht mit Energie zurückzukommen, aber es hat nicht gereicht“, erklärte Frederik Storm nach der deutlichen Niederlage im Prestigeduell in Mannheim.